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ÖGPB-Jahrestagung 2021

Neuropsychiatrische Aspekte der Autoimmunenzephalitis

Psychiatrie

Meist stehen psychiatrische Symptome am Beginn einer sich manifestierenden Autoimmunenzephalitis. Sie kann daher oft nicht von beispielsweise einer Schizophrenie abgegrenzt werden. Eine spezifische diagnostische Abklärung bei Verdacht auf eine Autoimmunenzephalitis ist dennoch möglich, kennt man die etablierten Diagnosekriterien und „red flags“.

Der Terminus Autoimmunenzephalitis (AE) hat sich in den letzten Jahren als Überbegriff für neurologische Syndrome etabliert, die mit antineuronalen Antikörpern (AK) assoziiert sind. Sensu stricto muss aus diagnostischen, therapeutischen und prognostischen Überlegungen zwischen Enzephalitiden mit antineuronalen (Tab. 1) und onkoneuronalen AK unterschieden werden. Die kontinuierliche Beschreibung neuer AK, spezifischere und breiter verfügbare diagnostische Methoden wie auch die gestiegene Wahrnehmung haben in den letzten 10–15 Jahren zu einem sprunghaften Anstieg der Inzidenz von AE geführt.1,2 Diese gestiegene Aufmerksamkeit führte dazu, dass die autoimmunologische Genese als Differenzialdiagnose insbesondere der Schizophrenie deutlich an Stellenwert gewonnen hat. Nach N. Machiavelli ist eine schwere Erkrankung zu Beginn leicht heilbar, aber schwer erkennbar. Dies trifft wohl auch auf die AE zu, deren Erkennen von substanzieller Bedeutung ist, da die rasche Einleitung einer Immuntherapie die Prognose maßgeblich beeinflusst.3

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