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Kommentierende Zusammenfassung der kontrollierten Evidenz und klinische Konsequenzen

Varikozelenoperation bei nichtobstruktiver Azoospermie und klinischer Varikozele

Die Varikozele ist einer der häufigsten klinischen Befunde bei infertilen Männern und eine potenziell reversible Ursache testikulärer Dysfunktion. Die Operation bei klinisch palpabler Varikozele, auffälligen Samenparametern und unerfülltem Kinderwunsch ist etabliert, bei nichtobstruktiver Azoospermie kontrovers. Ein systematischer Review mit Metaanalyse von Çayan et al. dazu ist besonders interessant. Darüber hinaus sollen hier weitere Arbeiten zusammengefasst und kommentiert werden.

Die Varikozele zählt zu den häufigsten klinischen Befunden bei infertilen Männern und wird als potenziell reversible Ursache testikulärer Dysfunktion betrachtet. Während die Varikozelenoperation (VR) bei klinisch palpabler Varikozele und auffälligen Samenparametern und zumindest unerfülltem Kinderwunsch gut etabliert ist, bleibt ihre Rolle bei nichtobstruktiver Azoospermie (NOA) kontrovers. Der Grund liegt in der besonderen Biologie dieses Kollektivs: NOA reflektiert meist eine ausgeprägte Störung der Spermatogenese, in der selbst kleine Verbesserungen der Spermienproduktion klinisch bedeutsam sein können, gleichzeitig aber ein hoher Anteil der Patienten auch nach Intervention azoosperm bleibt. Leitlinien und Übersichten klassifizieren azoosperme Fälle daher häufig zurückhaltend.2

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