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Männliche Infertilität: Varikozelen-OP mit Fokus auf Spermien-DNA-Fragmentierung

Die Varikozelenoperation steht im Spannungsfeld zwischen operativer Kausaltherapie und assistierten Reproduktionstechniken. Parallel haben sich Samenparameter wie die Spermien-DNA-Fragmentierung als prognostisch bedeutsame Biomarker etabliert. Wie sind Evidenzlage, Einordnung und klinische Konsequenzen zu interpretieren?

Die Varikozele gilt als häufigste chirurgisch korrigierbare Ursache männlicher Subfertilität und wird bei einem relevanten Anteil infertiler Männer nachgewiesen. Klinisch steht sie seit Jahrzehnten im Spannungsfeld zwischen operativer Kausaltherapie und dem raschen Übergang zu assistierten Reproduktionstechniken (ART). Parallel dazu haben sich „erweiterte“ Samenparameter wie die Spermien-DNA-Fragmentierung (SDF) als prognostisch bedeutsame Biomarker etabliert, insbesondere im Kontext wiederholter ART-Misserfolge und erhöhten Fehlgeburtsrisikos. Dieses Spannungsfeld ist der Hintergrund, vor dem die aktuelle systematische Übersichtsarbeit mit Metaanalyse von Agarwal et al.1 zu interpretieren ist: Sie untersucht, ob eine Varikozelenoperation („varicocele repair“, VR) konventionelle Spermiogrammparameter im Vergleich zu jenen von unbehandelten Kontrollen verbessert – eine methodisch anspruchsvollere Fragestellung als reine Vorher-Nachher-Vergleiche ohne Kontrollgruppe.

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