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Großgefäßvaskulitiden im höheren Lebensalter

Verdacht auf Riesenzellarteriitis: schnell ins spezialisierte Zentrum

Riesenzellarteriitis (GCA) und die Polymyalgiarheumatica (PMR) sind Großgefäßvaskulitiden (LVV), die vor allem im höheren Lebensalter auftreten. Insbesondere die GCA erfordert schnelles Eingreifen, da sonst die Gefahr von Komplikationen bis hin zur Erblindung besteht. Nach aktuellem Forschungsstand sind die beiden Erkrankungen enger verwandt als früher angenommen. Therapie der ersten Wahl sind in beiden Fällen Glukokortikoide.

Die Riesenzellarteriitis (GCA) und die Polymyalgia-rheumatica(PMR)-Spektrumerkrankung (GPSD) betreffen meist ältere Menschen und äußern sich häufig mit überlappenden Symptomen wie Kopfschmerzen, Kauschmerzen und Sehstörungen. Während das klassische Konzept der GCA auf kraniale Symptomatik fokussiert, sind seit Langem auch extrakraniale Symptome wie Polymyalgie und Claudicatio der Extremitäten bekannt. Diese Symptome können begleitend neben kranialer GCA oder als unabhängige Großgefäß(LV)-GCAauftreten. Überschneidungen mit PMR sind möglich.1 Genetische Varianten, die mit einem erhöhten Risiko für die Kombination beider Erkrankungen korrelieren, sind bekannt. „Eine kausale Beziehung zwischen GCA und PMR liegt nahe“, sagt dazu Univ.-Prof. Dr. Jens Thiel von der Medizinischen Universität Graz.

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