© Kathleen Herrgott, RC2NB/Uni Basel

Neuer Blutmarker bei Multipler Sklerose

Multiple Sklerose kann auch ohne Schübe voranschreiten. Forschende der Universität Basel fanden einen Blutmarker, der die schleichende Entwicklung der Erkrankung sichtbar macht.

Basel. Moderne Therapien können Schübe bei Multipler Sklerose (MS) heute wirksam verhindern. Schübe sind bei MS jedoch nur ein Teil des Krankheitsgeschehens. Bei manchen Betroffenen kommt es zu einer schubunabhängigen Krankheitsprogression: Körperliche oder geistige Fähigkeiten lassen auch zwischen den Schüben schleichend nach. Dieser Prozess entwickelt sich in der Regel langsam und ist deshalb oft schwierig zu erfassen. Häufig zeigen sich die Folgen erst, wenn bereits Beeinträchtigungen entstanden sind. Ein bereits heute verfügbarer Bluttest (Messung der leichten Kette der Neurofilamente, NfL) erfasst vor allem Nervenzellschäden, die durch entzündliche Krankheitsaktivität verursacht werden. Ein Blutmarker, der die schubunabhängige Krankheitsprogression zuverlässig erfasst, fehlte bisher.

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