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Virtual EASD Annual Meeting 2020

Riskante Kombination: Diabetes und Covid-19

Endokrinologie & Diabetologie | Allgemeine Innere Medizin
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Diabetespatienten sind im Falle einer Infektion mit SARS-CoV-2 einem besonders hohen Risiko ausgesetzt. Dies gilt insbesondere für Typ-1-Diabetes mit schlechter glykämischer Kontrolle. Experten rufen daher dazu auf, diesen modifizierbaren Risikofaktor in Zeiten der Pandemie zu optimieren. Es erstaunt deshalb nicht, dass dem Thema «Covid-19 und Diabetes» am diesjährigen EASD-Kongress eine ganze Session gewidmet war. Aber auch die personalisierte Medizin, die die Aufteilung der Typ-2-Diabetiker in viele verschiedene Subgruppen bedingt, war ein wichtiges Thema. Und selbstverständlich durfte auch die Präsentation neuster Studienresultate nicht fehlen.

Laut einer kürzlich in «Lancet Diabetes & Endocrinology» publizierten Arbeit litten rund 30% der 24000 an Covid-19 gestorbenen Briten unter Diabetes. Zum Vergleich: Die Prävalenz von Typ-1-Diabetes liegt im UK bei 0,4%, jene von Typ-2-Diabetes bei 4,6%. Zum Teil lässt sich bei Menschen mit Typ-2-Diabetes die hohe Sterblichkeit im Fall einer Covid-19-Erkrankung durch gemeinsame Risikofaktoren wie Alter und Adipositas bzw. durch Komorbiditäten wie kardiovaskuläre oder renale Erkrankungen erklären. Doch eine hinsichtlich Komorbiditäten und sozialer Faktoren adjustierte Analyse ergab für Typ-1-Diabetes im Vergleich zur Normalbevölkerung eine Erhöhung des Mortalitätsrisikos um den Faktor 2,86 und für Typ-2-Diabetes um 1,8.1

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