Optimierung der Behandlung von T2D und CKD durch Kombinationstherapie
Bericht: Dipl.-Ing. Dr. Manuel Spaltl-Zoidl
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Während Kombinationstherapien für die Behandlung der Hypertonie etabliert sind, liegen nur wenige Daten für den kombinierten Einsatz von Arzneimitteln bei Menschen mit Typ-2-Diabetes (T2D) und chronischer Niereninsuffizienz (CKD) vor.
Säulen der leitliniengerechten Therapie für Patient:innen mit T2D und CKD umfassen u.a. den Einsatz von Fineneron und Sodium-Glucose-Cotransporter-2-Inhibitoren (SLGT2i), so Prof. Paola Fioretto, University of Padua, Italien.1–3 Aufgrund komplementärer Wirkmechanismen erwarten Expert:innen, dass eine Kombination der Wirkstoffe zu einer schnelleren und stärkeren Reduktion des Albumin-Kreatinin-Quotienten im Urin (UACR), verbesserter kardiovaskulärer Wirksamkeit und einem klinisch relevanten Nutzen für Patient:innen führen könnte.4
Abb. 1: CONFIDENCE-Studie – primärer Endpunkt: Nach 30 Tagen wurde unter der Kombination von Finerenon + Empagliflozin eine Reduktion des Urinalbumin-Kreatinin-Quotienten (UCAR) um 30%, nach 180 Tagen um 52% erreicht. Nach einem Washout von 30 Tagen war der Effekt reversibel (modifiziert nach Agarwal R et al. 2025)6
Finerenon + SGLT2i-Kombination: Wirksamkeit und Verträglichkeit
Die Wirksamkeit und Verträglichkeit einer gemeinsamen Gabe von Finerenon und SGLT2i wurdenin der randomisierten Phase-II-Studie CONFIDENCE untersucht. Prof. Peter Rossing, University of Copenhagen, Dänemark, präsentierte die Ergebnisse. Patient:innen mit T2D und CKD wurden im Verhältnis 1:1:1 randomisiert zu Finerenon 10mg oder 20mg (n=264), Empagliflozin 10mg (n=267) oder einer entsprechenden Kombination (n=269) und über einen Zeitraum von 180 Tagen untersucht. Die Studie umfasste auch eine Nachbeobachtungsphase von 30 Tagen, in der die Patient:innen nicht behandelt wurden. Der primäre Endpunkt war die relative Veränderung des UACR gegenüber Baseline.5
Die Kombinationstherapie zeigte eine signifikant bessere Reduktion des UACR von 32% vs. Empagliflozin alleine (95% CI: 41–21; p <0,001) und 29% vs. Finerenon alleine (95% CI: 39–18; p <0,001) an Tag 180 (Abb. 1). Während der Nachbeobachtungsphase nach Absetzen der Therapien näherte sich das Verhältnis wieder dem Ausgangswert an.6
An Tag 180 erreichten 70% der Patient:innen unter der Kombination die von den Leitlinien empfohlene UACR-Reduktion von mind. 30%. In den jeweiligen Monotherapien war dies nur bei 52% der Behandelten der Fall.6 Die Kombinationstherapie sowie die Fineneron- und Empagliflozin-Monotherapien wiesen niedrige Raten an Hyperkaliämien (9,3% vs. 11,4% vs. 3,8%), akutem Nierenversagen (1,9 % vs. 1,1% vs. 0%) und symptomatischer Hypotonie (1,1% vs. 0% vs. 0%) auf. Unter der Kombination der Wirkstoffe wurde ein additiver Effekt eines hämodynamischen eGFR-Abfalls beobachtet, der aber nach Absetzen der Wirkstoffe reversibel war.
Quelle:
61. Jahrestagung der European Association for the Study of Diabetes (EASD). 15.–19.September 2025, Wien
Literatur:
1 American Diabetes Association Professional Practice Committee: Chronic kidney disease and risk management: standards of care in diabetes—2025. Diabetes Care 2025; 48(Suppl 1): S239-51 2 Kidney Disease: Improving Global Outcomes (KDIGO) CKD Work Group: KDIGO 2024 clinical practice guideline for the evaluation and management of chronic kidney disease. Kidney Int 2024; 105(4 Suppl): S117-314 3 Perkovic V et al.: Effects of semaglutide on chronic kidney disease in patients with type 2 diabetes. N Engl J Med 2024; 391(2): 109-21 4 Green JB et al.: Design of the combination effect of finerenone and empagliflozin in participants with chronic kidney disease and type 2 diabetes using a UACR endpoint study (confidence). Nephrol Dial Transplant 2023; 38(4): 894-903 5 Agarwal R et al.: Combination effect of finerenone and empagliflozin in participants with chronic kidney disease and type 2 diabetes using a UACR endpoint (CONFIDENCE) trial: baseline clinical characteristics. Nephrol Dial Transplant 2025; 40(8): 1559-69 6 Agarwal R et al.: Finerenone with empagliflozin in chronic kidney disease and type 2 diabetes. N Engl J Med 2025; 393(6): 533-43
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