© Nadzeya - stock.adobe.com

Lumasiran

Urolithiasis bei Kindern: neue Optionen bei primärer Hyperoxalurie

Rezidivierende Kalziumoxalatsteine im Kindes- oder jungen Erwachsenenalter, bilaterale Nephrokalzinose oder ein Transplantatrezidiv ohne erkennbare Ursache sollten an eine primäre Hyperoxalurie Typ 1 (PH1) denken lassen. Mit Lumasiran steht erstmals eine gezielte, krankheitsmodifizierende Therapie zur Verfügung. Was kann dies für die Praxis bedeuten?

Die PH1 ist eine autosomal rezessive Stoffwechselerkrankung infolge biallelischer AGXT-Mutationen mit Funktionsverlust der hepatischen Alanin-Glyoxylat-Aminotransferase. Die Akkumulation von Glyoxylat führt über die Lactatdehydrogenase zu einer ungebremsten Oxalatproduktion. Da Oxalat nicht weiter metabolisiert werden kann, ist die renale Elimination obligat. Es resultieren Nephrolithiasis, Nephrokalzinose, rasche CKD-Progression und bei eGFR <30–40 ml/min/1,73 m2 eine systemische Oxalose. Konventionelle Maßnahmen wie Hyperhydratation, Alkalisierung und selektive Pyridoxin-Gabe senken die intratubuläre Oxalatkonzentration, korrigieren jedoch nicht die hepatische Überproduktion. Dialyse kann die kontinuierliche Oxalatbildung nicht ausgleichen. Historisch war die kombinierte Leber-/Nierentransplantation der einzige kurative Ansatz, nun eröffnet Lumasiran weitere Optionen, wie kürzlich publizierte Arbeiten zeigen.1, 2

Sie sind bereits registriert?
Loggen Sie sich mit Ihrem Universimed-Benutzerkonto ein:

Login

Sie sind noch nicht registriert?
Registrieren Sie sich jetzt kostenlos auf universimed.com und erhalten Sie Zugang zu allen Artikeln, bewerten Sie Inhalte und speichern Sie interessante Beiträge in Ihrem persönlichen Bereich zum späteren Lesen. Ihre Registrierung ist für alle Unversimed-Portale gültig. (inkl. allgemeineplus.at & med-Diplom.at)

Registrieren

Back to top