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Frühzeitig identifizieren, kausal behandeln

Klinische Relevanz milder autonomer Cortisolsekretion

Während die milde autonome Cortisolsekretion (MACS) in den letzten Jahrzehnten oft verharmlost wurde, zeigen aktuelle Daten eine erhöhte Inzidenz kardiovaskulärer Komorbiditäten und eine gesteigerte Mortalität, was die klinische Relevanz unterstreicht. Vor diesem Hintergrund gewinnen die frühzeitige Identifikation und die kausale Behandlung von Patient:innen mit MACS zunehmend an Bedeutung.

Adrenale Raumforderungen sind meistens Zufallsbefunde im Rahmen abdomineller Schnittbildgebungsuntersuchungen und finden sich mit einer Prävalenz von ca. 1–7% häufig in der Allgemeinpopulation. Mit zunehmendem Alter steigt die Prävalenz auf bis zu 10%, bei Frauen ist sie etwas höher als bei Männern.1 Bei den allermeisten Nebennierenraumforderungen handelt sich um eindeutig gutartige fetthaltige Adenome. Von diesen ist der Großteil hormonell inaktiv, allerdings zeigen bei genauerer Abklärung 20–50% eine milde autonome Cortisolsekretion (MACS). Risikofaktoren für das Vorhandensein von MACS sind bilaterale Läsionen, das weibliche Geschlecht und ein größerer Adenomdurchmesser.2

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