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Serie Diabetesmanagement

Früher Gewichtsverlust macht Typ-2-Diabetes rückgängig

Neue pathophysiologische Konzepte stellen das bisherige Verständnis des Typ-2-Diabetes (T2D) infrage. Im Mittelpunkt steht nicht mehr der erhöhte Blutzucker, sondern die Rolle von Fettablagerungen in Muskeln, Leber und Pankreas. Beim FOMF Diabetes Update Refresher rollte Prof. Dr. med. Roger Lehmann vom Universitätsspital Zürich die Entstehung des T2D neu auf und stellte aktuelle Präventionsempfehlungen vor. Denn früh behandelt, ist ein T2D reversibel.

Normalerweise speichert der Skelettmuskel überschüssige Kalorien in Form von Glykogen. Muskelglykogen erreicht etwa vier Stunden nach einer Mahlzeit sein Maximum und wird über die folgenden sieben Stunden wieder abgebaut.1 Beim T2D ist diese Glykogenspeicherung eingeschränkt, weshalb die überschüssige Glukose in Fett umgewandelt wird.2 Die Konversion von Glukose zu Fett findet ausschliesslich in der Leber statt. Insulin stimuliert die De-novo-Lipogenese, wodurch vermehrt Fettsäuren (v.a. Palmitinsäure) und in der Folge Triglyzeride gebildet werden. «Mit jedem Essen wird der Körper also mit gesättigten Fettsäuren belastet. Das ist ein erheblicher Risikofaktor für kardiovaskuläre Erkrankungen», erläuterte der Referent.

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