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Erkenntnisse aus dem DACH-Raum

Empfehlungen zur Diagnose und Therapie des Hypoparathyreoidismus

Der Hypoparathyreoidismus (HypoPT) ist eine seltene endokrine Erkrankung, weshalb es nichtspezialisierten Ärzten oft an Erfahrung im Umgang mit dieser Erkrankung fehlt. Auf der Grundlage einer Delphi-Konsens-Umfrage mit sieben klinischen Experten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz wurde deshalb kürzlich ein Expertenkonsensus-Statement für die DACH-Region publiziert.1

Der Hypoparathyreoidismus (HypoPT) ist eine endokrine Erkrankung, die durch eine verminderte Ausschüttung des Parathormons (PTH) und laborchemisch durch eine Hypokalzämie, eine Hyperphosphatämie, einen verminderten Spiegel von aktivem Vitamin D (1,25-OH2-Vitamin D) sowie eine Hyperkalziurie gekennzeichnet ist.2 Mit einer geschätzten Prävalenz von 6 bis 34 Betroffenen pro 100000 Einwohner ist der HypoPT eine seltene Krankheit.1 Hinsichtlich Epidemiologie, Ätiologie sowie diagnostischer und therapeutischer Strategien bestehen regionale Unterschiede,3 die häufigste Ursache für den chronischen HypoPT ist jedoch die unbeabsichtigte Schädigung oder Entfernung der Nebenschilddrüsen während einer Operation im vorderen Halsbereich (postoperativer HypoPT).4 Seltenere Ursachen für einen chronischen HypoPT sind die autoimmune Zerstörung der Nebenschilddrüsen (entweder isoliert oder als Teil des autoimmunen polyglandulären Syndroms Typ 1), angeborene oder andere genetische Störungen, infiltrative Erkrankungen (z.B. Kupferablagerungen bei Morbus Wilson oder Eisenüberladung bei Hämochromatose) sowie direkte Schädigungen der Drüsen. Schwere Stoffwechselstörungen wie ein ausgeprägter Magnesiumüberschuss oder -mangel können ebenfalls einen vorübergehenden, reversiblen HypoPT verursachen, indem sie die PTH-Ausschüttung unterdrücken.5 Kurzfristig ist der HypoPT mit neuromuskulären Symptomen, Krampfanfällen, kognitiven und neuropsychiatrischen Störungen sowie Infektionen assoziiert.6 Zu den langfristigen Komplikationen zählen Katarakte, intrazerebrale Verkalkungen, Nierenfunktionsstörungen und Nierensteine, Herzrhythmusstörungen und ischämische Herzerkrankungen, Depressionen sowie eine erhöhte Mortalität.7

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