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ATTD 2026

CGM und Closed Loop: Entwicklungen für alle Diabetesformen

Die kontinuierliche Glukosemessung (CGM) hat eine automatische Insulinverabreichung und deutlich verbesserte glykämische Kontrolle möglich gemacht. Dennoch besteht Raum für Verbesserungen, insbesondere was die Vermeidung postprandialer Blutzuckerspitzen anbelangt. Auch beim Typ-2-Diabetes findet CGM immer breitere Anwendung und kann sogar zu einer Reduktion der Gesamtmortalität beitragen.

Der Weg zu einer vollständig automatisierten Insulinverabreichung (Closed Loop) ist in mehreren Schritten projektiert, so Dr. Boris Kovatchev vom University of Virginia Center for Diabetes Technology. Die Roadmap dazu wurde 2009 publiziert1 und konsequent verfolgt. Der erste Schritt waren Insulinpumpen, die automatisch abgeschaltet werden, wenn die Anwender nicht selbst auf den Hypoglykämie-Alarm reagieren. In einem nächsten Schritt lernten die Systeme die Prädiktion von Hypoglykämien und die Anpassung der Insulinzufuhr. Dies wurde in der Folge auf Hyperglykämien ausgeweitet. Kovatchev: «Diese Meilensteine wurden erreicht und sind heute Geschichte.» Der aktuelle Standard ist Closed Loop ergänzt durch manuelle Boli zu den Mahlzeiten. Zukünftige Systeme werden den Mahlzeiten-Bolus obsolet machen und am Ende der Entwicklung könnte ein «artifizielles Pankreas» stehen, also Closed Loop mit Insulin und Glukagon (oder anderen Substanzen). Die letzten beiden Schritte sind noch nicht reif für die Klinik, entsprechende Studien laufen aber bereits.

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