© Kantonsspital Aarau AG

Von reaktiver Therapie zur präventiven Strategie

Supportive Onkodermatologie 2026

Der vermehrte Einsatz von Tumor-Immuntherapien hat in den letzten Jahren zu einem grundlegenden Wandel in der Onkologie geführt. Während Immuncheckpoint-Inhibitoren die Therapiemöglichkeiten vieler Tumorerkrankungen durch langfristige Remissionen revolutioniert und deren Prognose verbessert haben, treten zugleich sehr häufig kutane Nebenwirkungen auf, die das Therapiekonzept gefährden.1 Diese kutanen immunvermittelten Hautnebenwirkungen treten bei einem relevanten Anteil von 70–90% der Patient:innen in verschiedenen Formen und Ausprägungen auf.2

Erkenntnisse über die Auswirkungen der kutanen immunvermittelten Hautnebenwirkungen («immune-related cutaneous adverse events»; ircAE) in Bezug auf die Lebensqualität und das entstehende Risiko eines frühzeitigen Abbruchs der Tumortherapie führen dazu, dass die supportive Onkodermatologie ein wichtiger Bestandteil der Versorgung von Krebspatient:innen wird.

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