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Highlights aus der Hämatologie

Onkologie | Hämatologie
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Jatros
26. Dezember 2019
Bericht:
Dr. Corina Ringsell

Autor:
Prof. Dr. Vera Ulrike Bacher

Chefärztin<br> Universitätsklinik für Hämatologie und Hämatologisches Zentrallabor (UKH-HZL)<br> Stv. Leitung Zentrum für Labormedizin (ZLM)<br> Inselspital, Universitätsspital Bern<br> E-Mail: veraulrike.bacher@insel.ch

Autor:
Prof. Dr. Thomas Pabst

Stv. Klinikdirektor und Chefarzt<br> Universitätsklinik für Medizinische Onkologie<br> Inselspital, Universitätsspital Bern<br> E-Mail: thomas.pabst@insel.ch

<p class="article-intro">Auch in diesem Jahr wurden beim Kongress der deutschsprachigen onkologischen Gesellschaften zahlreiche interessante Arbeiten aus der hämatologischen klinischen Forschung präsentiert und rege diskutiert. Einige besonders interessante Beiträge werden im Folgenden vorgestellt.</p>
<hr /> <p class="article-content"><h2>Chronische lymphatische Leuk&auml;mie (CLL)</h2> <p>Hier ist der Vortrag von Petra Langerbeins, K&ouml;ln, erw&auml;hnenswert. Sie pr&auml;sentierte eine Vergleichsstudie von Ibrutinib versus Placebo bei Patienten mit asymptomatischer, nicht vorbehandelter CLL in fr&uuml;hen Stadien. Bislang hat bei dieser Patientenpopulation noch keine Therapie einen Vorteil gezeigt. Da der Bruton-Tyrosinkinase( BTK)-Inhibitor Ibrutinib bei der fortgeschrittenen bzw. rezidivierten CLL bereits eine sehr gute Wirksamkeit gezeigt hatte, untersuchte die Arbeitsgruppe, ob die Substanz das Event-freie &Uuml;berleben (EFS) auch bei Patienten in einem fr&uuml;hen CLL-Stadium mit einem erh&ouml;hten Progressionsrisiko verl&auml;ngern kann. Insgesamt wurden 363 Patienten randomisiert und erhielten entweder Ibrutinib (n=182) oder Placebo (n=181). Prim&auml;rer Endpunkt war das EFS, definiert als Zeit von der Randomisierung bis zum Auftreten einer aktiven Krankheit gem&auml;&szlig; iwCLL-Guidelines, einer neuen CLL-Therapie oder Tod. Bei einer medianen Beobachtungszeit von 31 Monaten wurde das mediane EFS im Ibrutinib-Arm nicht erreicht und lag im Placeboarm bei 47,8 Monaten (p&lt;0,0001). Auch das mediane progressionsfreie &Uuml;berleben (PFS) wurde unter Ibrutinib nicht erreicht im Vergleich zu 14,8 Monaten unter Placebo (Abb. 1).<sup>1</sup><br /> Hinsichtlich der Nebenwirkungen gab es keine signifikanten Unterschiede zwischen den Therapiearmen. Allerdings traten im Ibrutinib-Arm h&auml;ufiger Blutungen, Vorhofflimmern sowie arterieller Hypertonus auf und diese waren die Hauptursachen f&uuml;r einen Therapieabbruch.<sup>1</sup><br /> Die Autoren kamen zu der Schlussfolgerung, dass Ibrutinib das EFS bei asymptomatischen Patienten mit CLL im Fr&uuml;hstadium mit hohem Progressionsrisiko verbessert. Bis zum Vorliegen der Analyse zum &Uuml;berleben empfehlen sie jedoch vorerst eine &bdquo;Watch &amp; wait&ldquo;-Strategie.<sup>1</sup></p>

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