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Jahreskongress der SGR 2025

Rheumatische Erkrankungen: Mikrobiom als Schlüsselfaktor

Die mikrobielle Zusammensetzung im Darm beeinflusst maßgeblich dessen Barrierefunktion. Ist diese durchlässig, können Metaboliten oder auch Bakterien die Epithelbarriere überwinden und proinflammatorische Immunreaktionen triggern. Dies könnte bei Autoimmunerkrankungen wie rheumatoider Arthritis oder systemischem Lupus erythematodes (therapie-)relevant sein.

Die Ernährung wirkt über das Mikrobiom auf den gesamten Organismus und beeinflusst auch verschiedene Immunmechanismen – z.B. bei rheumatischen Erkrankungen, informiert Univ.-Prof. Dr. Martin A. Kriegel, Sektion für Rheumatologie und Klinische Immunologie, Medizinische Klinik D, Universität Münster, Deutschland, in seinem Vortrag im Rahmen der Jahrestagung 2025 der Schweizer Gesellschaft für Rheumatologie (SGR). „Bekannte und gut mit Daten belegte Einflussfaktoren für das Mikrobiom sind Antibiotika und prozessierte Lebensmittel, die zu Dysbiose führen und chronische Immunerkrankungen sowie metabolische Erkrankungen fördern können“, ergänzt Kriegel, und weiter: „Beim Neugeborenen ist das Mikrobiom essenziell für die Entwicklung des Immunsystems. Eine Formula-only-Diät begünstigt aufgrund der fehlenden Immunglobuline der Muttermilch nachweislich das Risiko für Asthma bronchiale und Allergien bei diesen Kindern.“

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