Vier von zehn Schweizern nutzen KI für Selbstdiagnose
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Laut CSS-Gesundheitsstudie greifen doppelt so viele Personen wie im Vorjahr bei Krankheitssymptomen auf künstliche Intelligenz zurück. KI-Chatbots dienen der Bevölkerung vor allem als zusätzliche Informationsquelle.
Zürich. Für die Gesundheitsstudie befragte das Forschungsinstitut Sotomo im Auftrag der Krankenversicherungsgruppe CSS 2549 Personen aus der deutsch-, französisch- und italienischsprachigen Schweiz. Demnach erhöhte sich der Anteil jener Personen, die KI für die Selbstdiagnose nutzen, innerhalb eines Jahres von 20 auf 42 Prozent. Die KI-Bots werden sowohl bei körperlichen als auch bei psychischen Beschwerden beigezogen.
Die Nutzung stieg in sämtlichen Altersgruppen deutlich an: Bei den jungen Erwachsenen lag der Anteil bei 62 Prozent. Bei den über 65-Jährigen waren es 30 Prozent – im Vergleich zu zehn Prozent im Jahr davor. Mehr als ein Viertel der Befragten zählte KI-Chatbots zu den wichtigsten Informationsquellen in Sachen Gesundheit. Diese werden allerdings nicht als Ersatz für Ärztinnen und Ärzte gesehen, sondern dienen laut den Studienergebnissen eher als zusätzliche Möglichkeit, sich zu informieren.
Weiters fühlten sich die Befragten gesünder als noch im vergangenen Jahr. Weniger Menschen bezeichneten sich als angeschlagen oder krank. Schlechter oder mangelnder Schlaf wird als häufigste Ursache für eine belastete Gesundheit genannt. Dieser Trend zeigte sich bereits in der Erhebung vom vergangenen Jahr: Nur ein Fünftel der Befragten gab damals an, keine regelmässigen Schlafprobleme zu haben.
Erstmals seit Beginn der Studienreihe im Jahr 2020 schätzte die Bevölkerung zudem das Ernährungsverhalten als ebenso wichtigen Krankheitsfaktor ein wie die genetische Veranlagung. 59 Prozent der Befragten nannten diese Parameter als Massstab für gravierende Krankheit. Nur jede fünfte Person kommt laut der Studie auf die empfohlenen fünf Portionen Obst und Gemüse. Als Hürde für eine gesündere Ernährung nannten die Befragten eingespielte Gewohnheiten, fehlende Motivation und Zeitmangel. (tab)
Quelle: Sotomo
Service: CSS-Gesundheitsstudie
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