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Studie mit Katzen könnte Brustkrebstherapie verbessern

Eine Studie mit Katzen zeigte, dass sich Katzenkrebs und menschlicher Krebs ähneln. Das brachte neue Erkenntnisse zu Brustkrebs und könnte die Therapie verbessern.

Bern. 500 Hauskatzen aus fünf Ländern, die an 13 verschiedenen Krebsarten erkrankt waren, hat ein internationales Forscherteam untersucht, an dem Forscher der Universität Bern beteiligt waren. Gegenstand der Untersuchung war die Analyse von 1000 tierischen Krebsgenen, die direkte Gegenstücke zu menschlichen Krebsgenen sind.

Dabei kamen die Forscher zu dem Ergebnis, dass Mammatumoren bei Katzen dem Erscheinungsbild von dreifach-negativem menschlichem Brustkrebs ähneln. Zwar hatten die Katzen, die an Brustkrebs erkrankt waren, nicht die BRCA1-Genmutation, aber ein verändertes FBXW7-Gen, das auch beim Menschen das Risiko für eine Erkrankung an Brustkrebs erhöht. Die Forscher setzten daraufhin in vitro bestimmte Krebsmedikamente gegen dieses Gen ein, und die Mittel erwiesen sich als äusserst wirksam gegen den Katzenbrustkrebs. Das Ergebnis ist laut dem Ko-Erstautor der Studie Chang He vom Institut für Tierpathologie der Vetsuisse Fakultät der Universität Bern ein nützliches Werkzeug, um neue, individualisierte und bessere Therapien gegen Krebs beim Menschen zu identifizieren.

Da Hauskatzen im selben Haushalt mit Menschen wohnen, liesse sich durch weitere Forschungen nach dem «One-Health-Ansatz» dem Ko-Autor der Studie und Leiter des Instituts für Tierpathologie, Sven Rottenberg, zufolge etwa auch herausfinden, wie Umweltfaktoren das Krebsrisiko beeinflussen. (sst)

Quelle: Universität Bern/Media Relations

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