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Radiologen kooperieren mit Weltraummedizinern

Radiologen in Bern gehen mit Weltraummedizinern in Berlin eine Kooperation ein. Dies mit dem Ziel, bildgebende Verfahren unter extremen Bedingungen möglich zu machen.

Bern. Auch dort, wo wenig Platz ist, der Zugang zu medizinischer Versorgung eingeschränkt ist oder die Infrastruktur insgesamt begrenzt ist, also unter extremen Bedingungen, soll es künftig möglich sein, bildgebende Verfahren durchzuführen. Das ist das Ziel einer Kooperation, die das Universitätsinstitut für Diagnostische, Interventionelle und Pädiatrische Radiologie des Inselspitals, Universitätsspital Bern und die Universität Bern mit dem Zentrum für Weltraummedizin der Charité – Universitätsmedizin Berlin eingehen.

Um es möglich zu machen, radiologische Technologien unter den erwähnten Bedingungen anwenden zu können, wie sie etwa in strukturschwachen Regionen der Erde, während Expeditionen oder Weltallmissionen herrschen, wolle man neue Technologien entwickeln, und zwar so, dass sie auch einen konkreten Mehrwert darstellen, sagt Hendrik von Tengg-Kobligk vom Universitätsinstitut für Radiologie in Bern. Zudem sollen durch die Kooperation neue Versorgungskonzepte geschaffen werden, solche mit integrativem Ansatz, die zentrale Bereiche der Gesundheitsversorgung miteinander verbinden, von der Prävention und Diagnostik bis hin zu Therapie und Monitoring. Daher ist auch der Aufbau eines interdisziplinären Radiologie-Hubs am Standort Bern geplant, der als Plattform für die Zusammenarbeit auch mit Partnern aus der Industrie, der Wissenschaft, dem Gesundheitswesen und dem Entrepreneurship dienen soll. Dort sollen die neuen Technologien von der Idee bis zur Anwendung und zu marktfähigen Lösungen gebracht werden.

Parallel zur neuen Partnerschaft bei bildgebenden Verfahren ist noch eine strategische Zusammenarbeit auf institutioneller Ebene zwischen der Medizinischen Fakultät der Universität Bern und der Charité Berlin in Planung. Durch sie sollen weitere wissenschaftliche Kooperationen gefördert werden. (sst)

Quelle: Inselspital, Universitätsspital Bern

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