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Medikamenteneinnahme: Hilfe durch Apps reicht nicht

Eine Forschungsarbeit zeigt, dass es chronisch Kranken nicht reicht, sich bei der Medikamenteneinnahme von Apps helfen zu lassen. Zusätzlich ist Hilfe durch Gesundheitsdienstleister erwünscht.

Basel. In der Schweiz leben rund zwei Millionen Menschen mit einer chronischen Erkrankung. Zwischen 30 und 50 Prozent davon haben Probleme damit, die Medikamente so wie vom Arzt verordnet einzunehmen, was den Therapieerfolg reduziert. Am Departement Pharmazeutische Wissenschaften der Universität Basel war nun die Frage Gegenstand von Forschungen, ob durch kostenlose Gesundheit-Apps, die unter anderem an die Einnahme erinnern, eine Verbesserung der Einnahmepraxis erreicht werden kann.

Über das Ergebnis der Untersuchung von neun Apps und einer Online-Umfrage mit 60 Teilnehmern heisst es in der Forschungsarbeit, grundsätzlich seien die Apps zwar ein nützliches ergänzendes Tool, den Nutzern würden die vorhandenen Funktionen aber nicht reichen, einige würden fehlen. So würden sich die Nutzer etwa ein professionelles Feedback zur Therapie wünschen. Auch zusätzliche Empfehlungen und Informationen zu den Medikamenten und der richtigen Einnahme sowie die Möglichkeit, die Daten mit einem Gesundheitsdienstleister zu besprechen, würden Menschen, die dauerhaft Medikamente einnehmen müssen, für gut halten.

Bei der Frage nach der Relevanz von acht vorhandenen Funktionen der Apps wie Belohnungen, Datenexport, das Erstellen von Diagrammen oder Statistiken und die Einnahmenhistorie stellte sich als wichtigste Funktion der Apps die Einnahmenhistorie heraus, als unwichtigste die Belohnungsfunktion. (sst)

Quelle: Universität Basel/Departement Pharmazeutische Wissenschaften

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