© ipopba - stock.adobe.com

Kantone sollen Spitalkosten dämpfen

So wie im gesamten Gesundheitswesen sind zuletzt auch im Spitalbereich die Kosten gestiegen. Der Bundesrat ruft nun in einem Bericht die Kantone dazu auf, die Kosten zu dämpfen.

Bern. Dass im stationären Bereich der Spitäler die Kosten zuletzt genauso wie im gesamten Gesundheitswesen stiegen, führt der Bundesrat in einem aktuellen Bericht vor allem auf systemische Ineffizienzen zurück, die wiederum besonders an Überkapazitäten liegen. Er ruft nun die Kantone, in deren Kompetenz die Gesundheitsversorgung und damit auch die Spitalplanung liegt, dazu auf, die Kosten im Spitalbereich zu dämpfen.

Eine Kostendämpfung wäre dem Bundesrat zufolge etwa durch eine engere Zusammenarbeit über Kantonsgrenzen hinweg möglich. Nur durch vertiefte Kooperationen, eine überkantonale Planung und interkantonale Koordinationen lasse sich eine qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung zu vertretbaren Kosten sicherstellen. Wissend, dass regionalpolitische Interessen diese oft erschweren, wäre aus Sicht des Bundesrats ausserdem noch eine Konzentration des Angebots an Spitalleistungen hilfreich, die bedeuten würde, dass Spitäler geschlossen werden müssten.

Die Problematik der Mehrfachrolle der Kantone als Regulator, teils auch Eigentümer und Zahler der Spitäler betrachtet der Bundesrat nach verschiedenen, in den vergangenen Jahren erfolgreich umgesetzten Massnahmen als entschärft. Ebenfalls keinen Handlungsbedarf sieht der Rat im Bereich der Investitionen der Spitäler. (sst)

Quelle: Bundesamt für Gesundheit BAG

Back to top