Durch höhere Arzttarife droht Prämienerhöhung
Weil einzelne Kantone die ambulanten Arzttarife erhöhen, besteht die Gefahr für eine Prämienerhöhung. Prio.swiss schlägt Alarm.
Bern. Es ist eine Entwicklung, die der Verband der Schweizer Krankenversicherer prio.swiss mit Sitz in Bern mit grosser Besorgnis beobachtet, wie er kürzlich mitteilte: Einzelne Kantonsregierungen wie die Regierung in Basel-Stadt, Luzern, Schwyz, St. Gallen und Uri planen, die ambulanten Arzttarife zu erhöhen, oder haben bereits eine Erhöhung der Tarife beschlossen. Dies, obwohl sich die Kantone selbst auf Kostenneutralität geeinigt und sich ausserdem noch gegenüber dem Bundesrat dazu verpflichtet hätten. «Die Kantone sollten sich in ihren Rollen nicht nur für die finanziellen Anliegen der Leistungserbringer, sondern auch für die finanzielle Belastung der Prämienzahler verantwortlich fühlen», meint prio.swiss dazu.
Der Verband schlägt vor allem Alarm, weil bei höheren Tarifen auch eine Prämienerhöhung droht, und hat errechnet: Eine Erhöhung der Taxpunktwerte von nur einem Rappen würde die Kosten zulasten der Obligatorischen Krankenpflegeversicherung und so auch die Prämienlast um 155 Millionen Franken steigern.
Viele Kantone hätten daher den provisorischen Tarif auf dem bisherigen Niveau festgelegt. Prio.swiss erwartet, dass die anderen Kantone dies auch tun. Bleiben sie in Sachen Erhöhung der ambulanten Arzttarife bei ihren Entscheidungen und Plänen, werde unmöglich, dass die Tarifpartner noch zu einem Verhandlungsergebnis gelangen, das der Verband im Sinn der Prämienzahler akzeptieren kann. (sst)
Quelle: prio.swiss/Der Verband Schweizer Krankenversicherer
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