Digitale Gesprächshilfe bei Notfallverhütung
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Eine Pharmazeutin der Universität Basel, die auch in einer Apotheke arbeitet, entwickelte ein digitales Tool, das bei Gesprächen über Notfallverhütung hilft.
Basel. Befürchtet eine Frau, ungewollt schwanger geworden zu sein, und geht sie in die Apotheke, um sich die «Pille danach» zu besorgen, findet dort zunächst ein Beratungsgespräch statt. Damit die Beratenden die Situation einschätzen und die Kundin über die Notfallverhütung informieren können, muss diese aber erst sehr persönliche Fragen beantworten, was für die meisten Frauen im Beisein anderer Kunden unangenehm ist. Das stellte Esther Spinatsch fest, eine Pharmazeutin der Universität Basel, die immer wieder auch in einer Apotheke arbeitet.
Als Hilfe entwickelte sie daher die Web-Applikation «eviflow», mit der Betroffene die persönlichen Angaben selbst und anonym digital eingeben können. Wann und mit welcher Apotheke sie ihre Antworten teilen, bestimmen die Frauen selbst. Auch, zu welchen Themen sie eine vertiefte Beratung wünschen. Für das Fachpersonal in den Apotheken bilden die Angaben die Grundlage für das Beratungsgespräch.
Eviflow ist in Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch erhältlich. Weitere Sprachen wie Spanisch und Russisch sollen dazukommen. Ausserdem sind schon demnächst weitere Anwendungen geplant, wie digital erfasste Angaben vor einer Grippeimpfung. In einiger Zeit soll eviflow auch für Präventionschecks wie einen Diabetescheck und weitere Anliegen wie erektile Dysfunktion zum Einsatz kommen. (sst)
Quelle: Universität Basel
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