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Zielgerichtete Therapie des metastasierten kolorektalen Karzinoms

Neue Wege bei molekularen Aberrationen

In der Behandlung des metastasierten kolorektalen Karzinoms (mKRK) ist die Analyse molekularer Marker vor jeder Therapie entscheidend für die Auswahl der optimalen Behandlung.

Zu den erforderlichen Biomarkern gehört insbesondere die Bestimmung des Mikrosatellitenstatus.1 Dieser kann genetisch (MSIh: hochgradig mikrosatelliteninstabil, MSS: mikrosatellitenstabil) oder immunhistochemisch (dMMR: defizientes Mismatch-Reparatur-System, pMMR: profizientes MMR) ermittelt werden. Danach ist die Analyse des BRAFV600E-Status von Bedeutung, gefolgt von der Bestimmung des RAS-Status. Dieser bezieht sich nicht auf eine einzelne Genmutation, sondern umfasst eine Gruppe von Hotspot-Mutationen in den KRAS- und NRAS-Genen in den Exonen 2 (Codon 12/13), 3 (Codon 59/61) und 4 (Codon 117/146). Bisher war es ausreichend, zu wissen, ob RAS mutiert oder nicht mutiert war. Mit dem Fortschritt in der Entwicklung besserer und gezielterer RAS-Inhibitoren gewinnt die präzise Bestimmung der RAS-Mutation (z.B. KRAS G12C) jedoch zunehmend an Bedeutung und sollte von Patholog:innen im Falle einer RAS-Mutation dokumentiert werden. Darüber hinaus ist es wichtig, Patient:innen bei Ansprechen auf die Therapie in regelmässigen Abständen – etwa nach drei Monaten systemischer Behandlung – in Tumorboards vorzustellen, um die Möglichkeit lokaler Therapien zum Erreichen der Tumorfreiheit nicht zu versäumen.

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