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Kopf-Hals-Tumoren

Hochdosis-Melatonin-Gel verbessert Mukositis

Onkologie
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<p class="article-intro">In einer Phase-II-Studie führte der Einsatz eines oralen Hochdosis Melatonin-Gels bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren zu einem weniger häufigen Auftreten von schwerer oraler Mukositis und zu einer kürzeren Dauer der ulzerativen oralen Mukositis.</p> <hr /> <p class="article-content"><p>Melatonin spielt eine Rolle bei der intrazellul&auml;ren Kontrolle von oxidativem Stress, Entz&uuml;ndungen und der Zellprotektion. Radio- und Chemotherapie unterbricht das endogene mukosale melatonerge System. Eine Phase-II-Studie untersuchte nun, ob orales Hochdosis Melatonin-Gel die physiologischen mukosalen Melatonin-Spiegel wiederherstellen und in der Pr&auml;vention und Behandlung von oraler Mukositis bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren unter Chemoradiotherapie eingesetzt werden kann.</p> <p>84 Patienten erhielten randomisiert 3 % iges Melatonin-Gel (Mucomel) oder Placebo f&uuml;nfmal am Tag zum Gurgeln. Die Cisplatin-Dosisintensit&auml;t betrug median 97,7 versus 98mg/m<sup>2</sup>/Woche oder Cetuximab in einer medianen Intensit&auml;t von 247,7 versus 242,4mg/m<sup>2</sup>/Woche. Die Bestrahlung erfolgte mit median 69,96Gy.</p> <p>Mit dem Melatonin-Gel konnte das Auftreten von schwerer oraler Mukositis (SOM) bei Cisplatin-behandelten Patienten signifikant reduziert werden. Dies wurde nicht f&uuml;r Patienten unter Cetuximab beobachtet. Die Dauer der SOM war klinisch relevant reduziert bei Patienten mit Cisplatin und Cetuximab-Therapie. Bez&uuml;glich der ulzerativen oralen Mukositis (UOM) wurde in der ITT-Population kein Unterschied mit Melatoningel versus Placebo identifiziert. Die Dauer der UOM konnte klinisch relevant bei Cetuximab-behandelten und zudem statistisch signifikant bei Cisplatin-behandelten Patienten reduziert werden. Der Gebrauch von Opioiden und Ern&auml;hrungshilfen sowie die Dauer von Krankenhausaufenthalten wurden mit dem Melatonin-Gel reduziert.</p> <p>Zwei Monate nach Radiotherapie wurde kein Unterschied in der Ansprechrate festgestellt (75,0 % vs. 80,6 % ). Es wurden zudem keine Unterschiede bez&uuml;glich der Nebenwirkungen zwischen den beiden Studienarmen gesehen.</p> <p><strong>Referenz</strong>: <br /><em>Lozano A et al.: Phase II trial of high-dose melatonin oral gel for the prevention and treatment of oral mucositis in H&amp;N cancer patients undergoing chemoradiation (MUCOMEL). ASCO Annual Meeting 2018, abstract #6007</em></p> <p><em>Bericht: </em><br /><em>Dr. Ine Schmale</em></p></p>
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