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Metastasiertes Kolorektalkarzinom

Resektion des Primärtumors führt nicht zur Verlängerung des Gesamtüberlebens

In einer randomisierten klinischen Studie wurde die Resektion versus keine Resektion des Primarius vor systemischer Therapie bei Patienten mit Kolonkarzinom und synchronen nicht resektablen Metastasen verglichen. Durch die Operation konnte das Gesamtüberleben nicht verlängert werden.

Für eine Resektion des Primärtumors in der Behandlung des Kolorektalkarzinoms im Stadium IV spricht die Prävention von Komplikationen mit dem Primärtumor, das Verhindern einer Not-Operation und eine mögliche Verbesserung der Prognose. Dagegen spricht, dass das Gesamtüberleben (OS) von den Metastasen bestimmt wird, der Primärtumor meist asymptomatisch ist, die Chemotherapie auch auf den Primärtumor wirkt und ein Risiko für Komplikationen des Eingriffs mit Verzögerung der Chemotherapie besteht. In einer randomisierten Studie wurde nun der Effekt der Resektion auf das OS prospektiv geprüft. Eingeschlossen wurden 393 Patienten mit neu diagnostiziertem Kolorektalkarzinom mit einem Abstand von >12 cm vom Analrand und synchronen Metastasen, die eine kurative Therapie verunmöglichten. Der Primärtumor musste resezierbar sein, ohne Symptome oder diagnostische Gründe für eine dringende Operation.

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