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SGN-SSN-Jahrestagung 2025

Aktuelles zu Nierensteinen, Lupusnephritis und chronischer Nierenkrankheit

Am Jahreskongress der Schweizerischen Gesellschaft für Nephrologie (SGN-SSN) in Interlaken stellten junge Forschungsteams im Rahmen der Posterpräsentationen ihre Ergebnisse vor. Wir haben drei der Poster ausgewählt, die im Folgenden ausführlicher beschrieben werden.

Dr. med. Martin Scoglio, Universitätsklinik für Nephrologie und Hypertonie, Inselspital Bern, stellte die INDAPACHLOR-Studie vor.1 Diese randomisierte, doppelblinde Crossover-Studie untersucht, ob Indapamid und Chlorthalidon die Urinübersättigung («relative supersaturation ratio», RSR) von Kalziumoxalat und Kalziumphosphat wirksamer verhindern können als Hydrochlorothiazid (HCT) – und damit das Wiederauftreten von Nierensteinen. Hintergrund ist, dass die meisten Nierensteine aus Kalzium bestehen und ein hoher Kalziumgehalt im Urin die vorherrschende Stoffwechselstörung bei rezidivierenden Nierensteinen ist. Präventiv werden neben diätetischen Massnahmen und der Gabe von Kalziumzitrat auch Thiazide und Thiazid-ähnliche Diuretika eingesetzt. Doch in der 2023 publizierten NOSTONE-Studie konnte bereits gezeigt werden, dass HCT im Vergleich zu Placebo Nierensteinrezidive nicht wirksam verhinderte.2 Indapamid und Chlorthalidon unterscheiden sich von HCT durch eine schnellere Anflutung (Indapamid 2–3h, Chlorthalidon 2–6h vs. HCT 4–6h) und eine längere Halbwertszeit (Indapamid 14–18h, Chlorthalidon 45–60h vs. HCT 6–15h).1

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