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Tipps und Tricks für die tägliche Praxis

Hepatitis-Delta-Virus: Diese Behandlungsmöglichkeiten gibt es

Das Hepatitis-Delta-Virus (HDV) kann schwer krank machen und wird dennoch oft nicht diagnostiziert. Warum dem so ist und welche antiviralen Therapien gegen HDV eingesetzt werden, erklärte PD Dr. med. Montserrat Fraga Christinet, Chefärztin für Gastroenterologie und Hepatologie am CHUV in Lausanne, am Jahreskongress der Schweizerischen Gesellschaft für Gastroenterologie (SGGSSG) und der Swiss Association for the Study of the Liver (SASL).

HDV wurde lange vernachlässigt, obwohl es die schwerste Form der Virushepatitis beim Menschen auslöst. Dies schreiben die Autor:innen eines 2020 publizierten Editorials mit dem Titel «Hepatitis delta virus infection: A large burden after all?».1 In der gleichen Ausgabe des Magazins erschien eine Metaanalyse, die die globale Prävalenz von HDV-Infektionen untersuchte. Die Metaanalyse kam dabei auf einen Wert von 0,8%, was rund 48 bis 60 Millionen betroffene Menschen weltweit bedeutet – mehr als bisher angenommen.2 Zum Vergleich: Die globale Prävalenz von Infektionen mit dem Hepatitis-C-Virus (HCV) wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf einen ähnlich hohen Wert geschätzt – auf 0,7%. Deutlich häufiger kommen hingegen Ansteckungen mit dem Hepatitis-B-Virus (HBV) vor, und zwar bei rund 3,3% der globalen Bevölkerung.3

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