Von Impfung bis Kontrazeption: aktuelle Empfehlungen für den Praxisalltag
Bericht:
Dr. med. Lydia Unger-Hunt
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Wie ist die beste Vorgehensweise in der Beratung impfskeptischer Schwangerer, worauf ist bei der Behandlung vaginaler Dysbiosen zu achten und welche Faktoren beeinflussen die Wahl der geeigneten Kontrazeption? Experten am FOMF stellen aktuelle Daten vor und geben Tipps für die tägliche Klinik.
Keypoints
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Bei impfskeptischen Schwangeren kann die Aufklärung entscheidend sein. Die Wahrscheinlichkeit, dass Frauen Impfungen als negativ einschätzen, ist sehr viel kleiner, wenn die Frau sich angemessen beraten fühlt.
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Die Diagnostik der BV kann in der Praxis anhand drei der vier Amsel-Kriterien erfolgen.
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Kombinierte orale Kontrazeptiva haben bei «perfect use» einen Pearl-Index von 0,3.17
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Jede Frau mit Übergewicht oder Adipositas sollte im Rahmen der Kontrazeptionsberatung auch über die damit verbundenen Risiken aufgeklärt werden.
Einer der ersten Vorträge behandelte Impfungen bei Kinderwunsch und in der Schwangerschaft. «Offiziell empfohlen» in der Schwangerschaft werden Impfungen gegen Grippe, Covid, respiratorisches Synzytialvirus (RSV) und Keuchhusten – aber «die Impfberatung endet nicht dort, die Menschen stellen uns viele Fragen und wir sollten diese geduldig und kompetent beantworten können», betont Prof. Dr. med. Philip Tarr vom Kantonsspital Baselland. «2–3% der Bevölkerung sind kategorisch gegen Impfungen, diese Leute werden ihre Meinung nicht ändern. Aber ungefähr ein Drittel ist impfskeptisch», und hier kann die Aufklärung entscheidend sein.
Fokus auf die Wirksamkeit
Warum wird geimpft? Einerseits zum Schutz der Frau, um in der Schwangerschaft einen schwereren Verlauf von Influenza oder Covid zu verhindern, aber andererseits auch zum Schutz des Säuglings, vor allem vor RSV und Keuchhusten (Säuglinge selbst können frühestens mit zwei Monaten geimpft werden). «Die Erklärung lautet: Die Antikörper, die wir bei der Mutter oder bei der schwangeren Frau mit der Impfung induzieren, werden transplazentar und beim Stillen post partum von der Mutter auf den Säugling übertragen – und dieser Nestschutz hält ein paar Monate lang an.»1
Ein weiteres Argument ist die Wirksamkeit von Impfungen hinsichtlich verhinderter Hospitalisationen und Arztbesuchen. «Damit lässt sich auch vermeiden, dass sich die Mutter – meistens ist es die Mutter – für den Arzt- oder Krankenhaustermin des Säuglings freinehmen muss.» Und zu Covid merkt Tarr an: «Das relative Risiko, dass eine Schwangere im Vergleich zu einer gleichaltrigen nichtschwangeren Frau mit einer Komplikation aufgenommen wird oder dass das Baby auf die Intensivstation kommt, ist zwei- bis dreimal höher.»2
Zur Sicherheit: «Schmerzen an der Einstichstelle, Schwellung oder sogar ein bisschen Fieber sind unbedenkliche Nebenwirkungen, die keinen Einfluss auf den Verlauf der Schwangerschaft haben, und sie treten auch nicht häufiger oder ausgeprägter bei Schwangeren im Vergleich zu Nichtschwangeren auf.» Schwerwiegende Impfnebenwirkungen sind natürlich auch in der Schwangerschaft möglich, gelten aber als sehr selten.
Insgesamt ist die Wahrscheinlichkeit, dass Frauen Impfungen als negativ einschätzen, sehr viel kleiner, wenn die Frau sich angemessen beraten fühlt, schliesst Prof. Tarr: «Das heisst: Arzt oder Ärztin haben sich Zeit genommen, die Patientin fühlt sich ernst genommen.»2
Kontrazeption bei Adipositas
Laut WHO ist in der Schweiz knapp jede zehnte Frau von Adipositas betroffen, berichtet Dr. med. Philipp Quaas vom Universitätsspital Basel, 20–40% erfüllen die Definition von Übergewicht.3 Diese Frauen werden häufiger ungewollt schwanger, daher ist die Verhütungsberatung «umso wichtiger».4
Möglich sind in diesen Fällen Pflaster, Ring oder die Kombinationspille. Cave: Kombinationspräparate (COC) fallen in Kategorie 2 der WHO Medical Eligibility Criteria von Verhütungsmitteln.5 «Kommt also noch ein Risikofaktor dazu, wie Alter >35 oder Rauchen, sind diese Wirkstoffe aufgrund ihres erhöhten Thromboembolie(TE)-Risikos nicht mehr einzusetzen.» Dies gilt auch bei geringerer Ethinylestradioldosis. Das geringste TE-Risiko hat das orale Kombinationspräparat Estradiol + Nomegestrolacetat.6
Zu parenteralen Kombinationspräparaten: Bei der Kombination aus Ethinylestradiol + Norelgestromin (Pflaster) gab es Fälle von Verhütungsversagen, hingegen scheint die kontrazeptive Wirksamkeit des Ethinylestradiol-+-Gestagen-Pflasters ähnlich zu sein wie bei Frauen ohne Adipositas, und das gilt auch für den Ring mit Ethinylestradiol + Etonogestrel.7,8 Allerdings: Auch diese nicht oralen Applikationsformen reduzieren das TE-Risiko nicht.9
Als «spannend» bezeichnet Quaas Estetrol, ein neues, natürliches Östrogen für kombinierte Kontrazeptiva, das nur im menschlichen Körper während der Schwangerschaft in der fetalen Leber gebildet wird und eine selektive Wirkung auf verschiedene Gewebe ausübt; möglicherweise ist damit ein geringeres TE-Risiko oder sogar ein «neutraler beziehungsweise protektiver Effekt auf das Brustkrebsrisiko» verbunden.10
Abschliessend noch zu den GLP-1-Rezeptor-Agonisten: Es gibt Hinweise auf eine Embryo- und Fetotoxizität, was vermutlich mit der negativen Energiebilanz zusammenhängt; «diese Medikamente sind daher mindestens zwei Monate vor geplanter Konzeption abzusetzen».11 Ein Einfluss auf die Wirksamkeit oraler Kontrazeptiva scheint nicht vorzuliegen (Ausnahme: Tirzepatid); bei Nebenwirkungen wie Erbrechen ist die Zuverlässigkeit oraler Kontrazeption «natürlich grundsätzlich eingeschränkt».
Und: «Meiner Meinung nach gehört zu jeder Kontrazeptionsberatung von Frauen mit Übergewicht und Adipositas auch eine Beratung zu den damit verbundenen gesundheitlichen Risiken.»
Infektionen in der Schwangerschaft
Vaginale Infektionen wie bakterielle Vaginose (BV), Candidiasis, aerobe Vaginitis, Trichomoniasis oder Chlamydien sind sehr häufig und können störende Symptome verursachen oder auch bei asymptomatischem Verlauf zu sekundären Komplikationen führen, einschließlich Adnexitis und Infertilität sowie Schwangerschaftskomplikationen wie Frühgeburtlichkeit oder Spätabort, berichtet Prof. Dr. med. Daniel Surbek vom Inselspital Bern.12
Pathophysiologisch liegt dabei eine intrauterine Aktivierung von Makrophagen mit Produktion proinflammatorischer Zytokine (IL-1, -6, TNF-α) und nachfolgend von Prostaglandinen mit Auslösung von Wehentätigkeit oder Frühgeburtlichkeit vor; bei Kindern können die proinflammatorischen Zytokine zu Atemnotsyndrom, Sepsis oder periventrikulärer Leukomalazie führen.13
Diagnostik am Praxismikroskop
Die Diagnostik kann in der Praxis bei Erfüllung von drei der vier Amsel-Kriterien erfolgen: gräulicher Fluor, positiver KOH-Test, im Nativpräparat «clue cells» >20% und ein pH >4,5.14 Damit ist «in 90% der Fälle die korrekte Diagnose einer bakteriellen Vaginose oder einer aeroben Vaginitis möglich sowie zu 60–70% die Diagnose einer Candidiasis oder Trichomoniasis», schätzt Surbek. Bei unklaren Befunden/Rezidiven erfolgt die Diagnose im Labor (Grampräparat, Kultur, PCR für Trichomonaden, Chlamydien). Laut neuen Guidelines können auch die Hay-Ison-Kriterien mit grober Quantifizierung der Laktobazillen zum Einsatz kommen.15
Therapie15
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Bakterielle Vaginose: primär immer lokale Behandlung mit vaginalen Antibiotika und/oder Antiseptika
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Vaginal: Clindamycin-Creme, Metronidazol-Ovula (nur gegen Anaerobier, cave: gastrointestinale Nebenwirkungen), Dequalinium-Chlorid (Breitspektrum, in der Schwangerschaft zugelassen)
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Oral: Metronidazol (Anaerobier und Protozoen); Clindamycin (wirksam gegen Gram+-Aerobier, cave: keine Wirksamkeit gegen Pilze und Antibiotikaresistenz)
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Aerobe Vaginitis: Clindamycin-Creme vaginal, Dequalinium-Chlorid
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Candidiasis: vaginale oder orale Azole
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Rezidive: orale Langzeitsuppression, Probiotika
Und: Generelles Screening und Frühbehandlung der bakteriellen Vaginose kann nachweislich die Frühgeburtlichkeit senken.16
Welche Pille für welche Frau?
In der Schweiz, aber auch international ist ein gewisser Rückgang in der Anwendung hormonaler Präparate zu beobachten. «Angesichts der Effektivität dieser Pillen ist das schade», kommentiert Dr. med. Quaas in seinem zweiten Vortrag: Die kombinierten oralen Kontrazeptiva etwa hätten bei «perfect use» einen Pearl-Index von 0,3.17 Der Hintergrund sei hier sicher das TE-Risiko, «und das ist ja auch nicht unberechtigt, aber die absoluten Zahlen relativieren diese Besorgnis: Das Baseline-Risiko junger Frauen im gebärfähigen Alter liegt bei zwei bis drei Fällen pro 10000 Frauenjahre; bei Einnahme eines Kombinationspräparats – Pille, Pflaster, Ring – verdoppelt oder vervierfacht sich dieses Risiko, ist aber in absoluten Zahlen mit 5–12/10000 immer noch eher gering, etwa im Vergleich mit einer Schwangerschaft liegt es bei 48–60.»
Sehr wohl zu beachten sind allerdings das TE-Risiko von Frauen ab 40 Jahren sowie das initiale Risiko bei Erstanwendung, während bei bereits zwei- oder mehrjähriger Anwendung «das Thromboserisiko nivelliert ist und man sie guten Gewissens belassen kann».18
Das bedeutet für die Auswahl:
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Junge, gesunde Frau ohne Risikofaktoren: in der Regel eine klassische Kombinationspille (Östrogen + Gestagen)
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Bei Frauen mit Risikofaktoren wie Rauchen, Übergewicht oder Bluthochdruck sind Hormon- bzw. Kupferspirale oder POP (Gestagen-only-Minipille) die bessere Wahl, da sie kein zusätzliches bzw. ein geringes TE-Risiko mit sich bringen und einen geringen Einfluss auf den Stoffwechsel sowie einen günstigen Einfluss auf Dysmenorrhö, Endometriose, Hypermenorrhö (Blutungsstörungen nehmen im Verlauf ab) haben.
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Auch eine neue Minipille (Drosperinon, reine Gestagenpille) hat sich als sehr sicher und effektiv erwiesen, «ohne TE bei >20000 Zyklen, trotz Risikofaktoren»; sie kann zudem einen antimineralokortikoiden und blutdrucksenkenden Einfluss haben.19,20
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Für junge Frauen mit Androgenisierungserscheinungen (Oligomenorrhö, Akne, Hirsutismus) und metabolischer bzw. kardiovaskulärer Familienanamnese bietet sich das antiandrogen wirkende Dienogest an, das in Kombination mit niedrig dosiertem Ethinylestradiol erstmals in Form einer Retardtablette verfügbar ist.
Diese Retardtablette
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hat ein stabiles Blutungsmuster mit einer sehr geringen Anzahl an Tagen mit ungeplanten Blutungen,21
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einen sehr niedrigen Pearl-Index von 0,2,22
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ist bei Behandlung von Akne mindestens genauso wirksam wie die Kombination aus Ethinylestradiol plus Cyproteronacetat,23
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ist bei PCOS-assoziiertem Hirsutismus wirksam.24
Quelle:
FOMF Gynäkologie Update Refresher, 9.–11. April 2026, Zürich
Literatur:
1 Palmquist AE, Esposito G: The role of breastfeeding in maternal and child health: passive immunity and beyond. Front Immunol 2022;13:823207 2 Allotey J et al.: Clinical manifestations, risk factors, and maternal and perinatal outcomes of coronavirus disease 2019 in pregnancy: living systematic review and meta-analysis. BMJ 2020;370:m3320 3 Jacobs E et al.: Coronavirus disease 2019 (COVID-19) vaccination in obstetrics and gynecology: addressing concerns while paving a way forward. Obstet Gynecol 2022; 139(4): 479-80 3 BFS 2023, Schweizerische Gesundheitsbefragung, https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home.assetdetail.28625352.html 4 Nguyen BT et al.: Pregnancy intention and contraceptive use among women by class of obesity: results from the 2006-2010 and 2011-2013 National Survey of Family Growth. Womens Health Issues 2018;28(1):51-58 5 Altshuler AL et al.: The WHO’s medical eligibility criteria for contraceptive use: 20 years of global guidance. Curr Opin Obstet Gynecol 2015; 27(6): 451-9 6 Rott H et al.: Thrombotic risks of oral contraceptives. Curr Opin Obstet Gynecol 2012; 24(4): 235-40 7 Simmons KB, Edelman AB: Hormonal contraception and obesity. Fertil Steril 2016; 106(6): 1282-8 8 Westhoff CL et al.: Impact of body mass index on suppression of follicular development and ovulation using a transdermal patch containing 0,55-mg ethinyl estradiol/2,1-mg gestodene: a multicenter, open-label, uncontrolled study over three treatment cycles. Contraception 2014; 90(3): 272-9 9 Fruzzetti et al.: Venous thrombosis and hormonal contraception: whatʼs new with estradiol-based hormonal contraceptives? Open Access J Contracept 2018; 9: 75-9 10 Buscato M et al.: Estetrol prevents Western diet-induced obesity and atheroma independently of hepatic estrogen receptor α. Am J Physiol Endocrinol Metab 2021; 320(1): E19-E29 11 Weidlinger S: SGEM Newsletter 09/2024 12 Leitich H et al.: Asymptomatic bacterial vaginosis and intermediate flora as risk factors for adverse pregnancy outcome. Best Pract Obstet Gynecol 2007; 21(3): 375-90 13 Romero R et al.: Preterm labor: one syndrome, many causes. Science 2014; 345(6198): 760-5 14 Amsel R et al.: Nonspecific vaginitis. Diagnostic criteria and microbial and epidemiologic associations. Am J Med 1983; 74(1): 14-22 15 Sherrard J et al.: 2018 European (IUSTI/WHO) International Union against sexually transmitted infections (IUSTI) World Health Organisation (WHO) guideline on the management of vaginal discharge. Int J STD AIDS 2018; 29(13): 1258-72 16 Hoffmann E et al.: Routine screening of abnormal vaginal flora during pregnancy reduces the odds of preterm birth: a systematic review and meta-analysis. Sci Rep 2023; 13(1): 13897 17 Trussel J: Contraceptive failure in the United States. Contraception 2011;83(5):397-404 18 Merki-Feld GS et al.: SGGG Expertenbrief No 79 19 Palacios S et al.: Efficacy and cardiovascular safety of the new estrogen-free contraceptive pill containing 4mg drospirenone alone in a 24/4 regime. BMC Women’s Health 2020; 20(1): 218 20 Quaas P: Kombinierte hormonelle Kontrazeption – welches Präparat für welche Indikation? Praxis 2023;112(4): 205-210 21 Biskupska-Bodova K et al.: A randomised double-blind trial to determine the bleeding profile of the prolonged-release contraceptive dienogest 2 mg/ethinylestradiol 0.02 mg versus an immediate-release formulation of drospirenone 3 mg/ethinylestradiol 0.02mg. Eur J Contracept Reprod Health Care 2024:16:1-10 22 https://compendium.ch/de/product/1649398-kelsee-ret-tabl-2-mg-0-02-mg 23 Palombo-Kinne E et al.: Efficacy of a combined oral contraceptive containing 0.030 mg ethinylestradiol/2mg dienogest for the treatment of papulopustular acne in comparison with placebo and 0,035mg ethinylestradiol/2 mg cyproterone acetate. Contraception 2009; 79(4): 282-9 24 Lobo R et al.: Oral prolonged-release dienogest 2mg and ethinylestradiol 0,02mg in a 24/4-day regimen for polycystic ovary syndrome-associated hirsutism: a double-blind, randomised, placebo-controlled trial. EClinialMedicine 2025; 90: 103594
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