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Screening nach venösen Thromboembolien

Thrombose – und nun?

Eine venöse Thromboembolie (VTE) kann überraschend auftreten. Insbesondere, wenn Risikofaktoren nicht offensichtlich sind. Muss die Ursache nun abgeklärt werden? Antworten auf diese Frage gab Dr. med. Raphael Jeker am 33. Ärzteforum in Davos. Jeker ist stellvertretender Chefarzt Innere Medizin und Fachverantwortlicher für Hämophilie und Koagulation am Kantonsspital Graubünden.

Die Fallvorstellung, die Jeker ans Ärzteforum mitbrachte, hatte es in sich: Ein sportlicher 18-jähriger Patient wurde mit rechtsseitigen Rückenschmerzen vorstellig. Im MRI der LWS zeigte sich jedoch nur eine unbedeutende Diskushernie. Im weiteren Verlauf trat eine zunehmende Schwellung des rechten Beins auf und es wurde eine tiefe Venenthrombose in der Leiste festgestellt, die mit direkten oralen Antikoagulanzien (DOAK) und Kompression behandelt wurde. Die Abklärung ergab eine heterozygote Mutation des Faktor-V-Leiden, was allem Anschein nach die Venenthrombose erklärte. Doch nur wenige Tage später schwoll das Bein wieder an, dem Patienten ging es zunehmend schlechter, er klagte über Dyspnoe und Schmerzen, weshalb er zur stationären Aufnahme ans Kantonsspital Graubünden überwiesen wurde. Dort wurde eine Lungenembolie festgestellt, in der CT fand sich eine über mehrere Etagen reichende Thrombose der Beckenvene und es wurde eine transpopliteale antegrade Lyse mit Thrombaspiration durchgeführt. Nach initialer Besserung schwoll das Bein erneut an, weshalb vier Tage später noch einmal eine Thrombaspiration gemacht wurde, diesmal mittels ClotTriever-Systems und Biopsie. Trotzdem schwoll das Bein sechs Tage später wieder stark an, weshalb nun chirurgisch eine arteriovenöse Fistel angelegt wurde.

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