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Rückenschmerzen aus rheumatologischer Sicht

Bei Rückenschmerzen: zuhören und hinschauen

Fast jeder hat mindestens einmal im Leben Rückenschmerzen. In etwa 85% der Fälle findet sich keine spezifische Ursache für die Schmerzen. Dr. med. Jürg Wick, Leiter Rheumatologie, Kantonsspital Graubünden, Chur, beleuchtete in einem Vortrag verschiedene mögliche Krankheitsbilder.

Zwei Dinge sind laut Wick bei der Betreuung von Menschen mit chronischen Rückenschmerzen wichtig: Aufmerksamkeit und – noch wichtiger – für die Betroffenen dazusein. Wenn die Schmerzen schlimmer werden, sollten die Patienten ernst genommen werden, denn es könnte sich um Komplikationen handeln, zum Beispiel eine Anschlusssegmentdegeneration, Frakturen oder Infekte, betonte er. Die erste Frage sei daher immer, ob die Situation unmittelbares Handeln erfordert. Dies ist beispielsweise der Fall bei einem Cauda-equina-Syndrom, einer schweren Parese oder einem Infekt wie einer Spondylodiszitis.

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