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Endovaskuläre Schlaganfallbehandlung: aktueller Stand

10-jähriges Jubiläum! 2015 erschienen die wegweisenden randomisierten Studien, die eine signifikante Überlegenheit der endovaskulären Schlaganfalltherapie bei Patient:innen mit schweren Schlaganfällen gegenüber der rein medikamentösen Therapie belegten. Mit einer „number needed to treat“ von 2,6 stellt die interventionelle Thrombektomie zweifellos einen Meilenstein in der Schlaganfallbehandlung dar. Seither erfuhren die Patient:innenselektion und die Indikationskriterien eine deutliche Erweiterung, deren aktueller Stand in diesem Bericht erläutert wird.

Laut Österreichsicher Gesundheitskasse erleidet alle 20 Minuten ein Patient bzw. eine Patientin einen Schlaganfall, etwa 10% der von einem ischämischen Schlaganfall Betroffenen bedürfen einer endovaskulären Schlaganfallbehandlung, dies entspricht etwa 2000 Patient:innen in Österreich. Nahezu zeitgleich erschienen 2015 fünf randomisierte Studien, die die signifikante Überlegenheit der mechanischen Thrombektomie in Kombination mit der systemischen i.v. Lyse gegenüber der medikamentösen Therapie belegten.1–5 Die Studien mündeten in einer Metaanalyse und führten zur Etablierung der initialen „klassischen“ Indikation mit dem höchsten zu erwartenden Benefit durch eine endovaskuläre Rekanalisation:6

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