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Österreichischer HNO-Kongress 2025

Vorgehensweise bei Verdacht auf eine auditive Verarbeitungsstörung (AVS)

Auditive Verarbeitungsstörungen (AVS) sind ein seit Jahren sehr kontrovers diskutiertes Thema, welches sowohl in der Diagnostik als auch in der Therapie mit uneinheitlichem Vorgehen verbunden ist. In diesem Beitrag soll ein im Rahmen des Österreichischen HNO-Kongresses in Linz 2025 präsentiertes Abklärungskonzept für AVS vorgestellt werden.

Auditive Verarbeitungsstörungen (AVS bzw. „auditory processing disorder“; APD) werden seit Jahrzehnten kontrovers diskutiert. Bis heute fehlen sowohl eine international einheitliche Definition des Störungsbildes als auch anerkannte diagnostische Kriterien und Behandlungsstandards. Kinder mit AVS haben zwar deutliche Schwierigkeiten bei der Verarbeitung von Sprache und Geräuschen, zeigen aber im Reintonaudiogramm unauffällige Hörschwellen. Bisher existiert noch kein diagnostischer Goldstandard und in Fachkreisen besteht wenig Konsens darüber, welche Tests und Merkmale für die Diagnose ausschlaggebend sind.1 Entsprechend uneinheitlich fallen auch die Empfehlungen für therapeutische Maßnahmen aus: Die Wirksamkeit gängiger audiologischer Trainingsverfahren ist bislang nur unzureichend durch Studien belegt, sodass insgesamt eine gewisse Zurückhaltung geboten ist, solange evidenzbasierte Leitlinien fehlen.2

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