Individuelle Polleninformation und Sofortwarnung bei aktuellen Belastungen
Beinahe jede:r Vierte in Österreich leidet an einer Pollenallergie. Um Betroffene gezielt zu unterstützen, integriert die Apothekerkammer die Allergen-Updates des Österreichischen Polleninformationsdienstes in ihre ApoApp. Zudem informiert ein Pollenratgeber über die häufigsten Allergieauslöser und wichtige Anlaufstellen.
Nutzer:innen können sich in der ApoAppein persönliches Pollenprofil anlegen und erhalten standortbezogene, tagesaktuelle Informationen darüber, welche Allergene sich gerade in der Luft befinden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, sich rechtzeitig durch die ApoApp benachrichtigen zu lassen, sobald genau jene Pollen zirkulieren, auf die man allergisch reagiert. Dadurch sind individuelle Vorsorgemaßnahmen noch besser und gezielter möglich.
Das Pollenprofil der ApoApp
Das neue Pollenprofil der ApoApp (Abb.1) liefert genau jene individuellen Daten, die Betroffene brauchen, um proaktiv handeln zu können – von der persönlichen tagesaktuellen Belastungsanzeige bis zu wertvollen Empfehlungen zum Umgang mit der Situation.
„Je besser Patientinnen und Patienten, aber auch Ausübende von Gesundheitsberufen informiert sind, desto gezielter können Diagnose, Therapie und Allergenkarenz erfolgen“, erklärt Dr. Markus Berger, HNO-Mediziner in Wien und Leiter des Österreichischen Polleninformationsdiensts. Die ApoApp kann für iOS- und Android-Geräte kostenlos heruntergeladen werden. Neben der neuen Pollenfunktion umfasst die ApoApp Services wie den Einnahmeplan für Medikamente inklusive Erinnerungsfunktion, die Apothekensuche sowie Informationen zu Öffnungszeiten und Bereitschaftsdiensten. Die Arzneimittelsuche hilft schnell und einfach dabei, herauszufinden, welche Apotheke in der Nähe ein Medikament lagernd hat. Für die Nutzung muss kein Profil angelegt werden, Daten werden ausschließlich auf den Geräten der User:innen gespeichert.
Ratgeber „Pollenallergie. Wege zu mehr Lebensqualität“
Der Ratgeber „Pollenallergie. Wege zu mehr Lebensqualität“ der Interessensgemeinschaft Allergenvermeidung (IGAV)entstand in Kooperation mit der Österreichischen Gesellschaft für Allergologie und Immunologie, dem Österreichischen Polleninformationsdienst (ÖPID) und der Österreichischen Apothekerkammer. Er enthält Information über Pollenallergien und die wichtigsten allergieauslösenden Pflanzen, Tipps zur Allergenvermeidung, einen Überblick über Diagnose und Therapie von Pollenallergien sowie Anlaufstellen und Services. Der Ratgeber ist als PDF über die Website erhältlich ( https://www.allergenvermeidung.org/ratgeber ) oder kann per E-Mail ( info@allergenvermeidung.org ) kostenlos angefordert werden.
Pollenbelastungen im Sommer
In Juli und August befinden wir uns mitten in der Hauptblüte der Gräser. Besonders bei Aktivitäten im Freien an sonnigen Tagen kann das die Freude trüben. Entlastung bringen häufig Niederschläge, da kräftiger Regen Pollen aus der Luft wäscht und die weitere Freisetzung vorübergehend stoppt. Berger: „Vorsicht ist jedoch bei Sommergewittern mit hoher Blitzaktivität geboten: Dabei können Pollen aufplatzen und große Mengen an Allergenen freigesetzt werden.“ Die Folge sind plötzliche Belastungsspitzen, ein Phänomen, das als „Gewitterasthma“ bekannt ist.
Auch auf Almen und oberhalb der Waldgrenze sind laut Berger Belastungen durch Gräserpollen möglich: „Ebenso ist Gräserpollen im Hochsommer in Wäldern relevant, da dort dann schattenliebende Arten zur Blüte gelangen. Lediglich dichte, sehr schattige Laubwälder können die Belastungen etwas mildern.“ Das Laubdach bietet einerseits Schutz, während die fehlende Sonneneinstrahlung am Waldboden keine optimalen Wachstumsbedingungen für Gräser ermöglicht. Im Juli erreicht zudem der Beifuß die Blühbereitschaft, ehe seine Blüte meist in der ersten Augusthälfte ihren Höhepunkt erreicht. Ab August läutet das hochallergene Ragweed die letzte Phase der Pollensaison ein. Besonders in Ost- und Südostösterreich können dichte Bestände zu starken Belastungen führen. (red)
Quelle:
Pressemitteilung der Österreichischen Apothekerkammer und des Österreichischen Polleninformationsdienstes vom 13. Mai 2026
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