© Klinik Oberwart

Fallbericht mit „bestialischen“ Fremdkörpern

Hexapodogener Laryngospasmus

Fremdkörper im Larynx stellen eine seltene Entität dar. Die vorliegende Kasuistik schildert einen Vorfall, bei dem im Zuge der Nasopharyngoskopie bei einem 70-jährigen Patienten mit Atemnot vier Exemplare der Schwarzen Wegameisen nachgewiesen wurden. Nach Einholen zoologischer Expertise wurde die operative Entfernung in die Wege geleitet.

Fremdkörper sind in der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde keine Rarität. Bei der Mehrzahl handelt es sich jedoch um aurale oder nasale Fremdkörper bei Kindern. Fremdkörper im Pharynx und Larynx stellen mit etwa 18% eine deutlich seltenere Entität dar. Die überwiegende Zahl der Fremdkörper kommt dabei im Bereich der Tonsillen, des Zungengrundes und des Hypopharynx zu liegen. Der Larynx ist mit 3% der Fremdkörper eine seltene Lokalisation.1 In der klinischen Praxis handelt es sich hierbei zumeist um Fischgräten.

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