© P. Nemeth

Diagnostische Diskrepanzen beachten

Lymphomatoide Papulose bei Kindern und Jugendlichen

Die lymphomatoide Papulose ist eine meist gutartig verlaufende, chronisch-rezidivierende Erkrankung, die histopathologisch maligne Lymphomerkrankungen imitieren kann. Diagnostisch ist die Korre-lation des klinischen Bildes und Verlaufes mit dem histopathologischen Befund von Bedeutung. Eltern betroffener Kinder sollten über die grundsätzlich gute Prognose, aber auch über das assoziierte erhöhte Malignomrisiko aufgeklärt werden.

Die lymphomatoide Papulose (LyP) ist eine seltene, chronisch-rezidivierende, CD-30+ T-Zell-lymphoproliferative Erkrankung, welche Erwachsene und seltener Kinder, Jugendliche und sogar Säuglinge betreffen kann.1 Buben sind etwas häufiger als Mädchen betroffen.1,2 Bedeutend ist die Diskrepanz zwischen dem meist gutartigen, klinischen Verlauf und dem scheinbar malignen histopathologischen Befund, welcher je nach Subtyp ein Hodgkin-Lymphom, eine Mycosis fungoides (MF) oder ein primär kutanes anaplastisch-großzelliges Lymphom (C-ALCL) imitieren kann.1,3 Die Ätiologie der LyP ist unbekannt. Viruserkrankungen wie das humane T-lymphotrope Virus 1, Herpes- oder Retroviren könnten möglicherweise eine Rolle spielen.1

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