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Re-Fresh Gynäkologie, Geburtshilfe und gynäkologische Endokrinologie

Schilddrüsenhormondefizienz und assistierte Reproduktion

In der Behandlung von Kinderwunschpatientinnen wird ein besonderes Augenmerk auf die Schilddrüsenfunktion gelegt. Hierbei stellt sich die Frage, welche Kriterien herangezogen werden sollen, um mit einer Substitutionstherapie zu beginnen. Neben der Schilddrüsenfunktion per se wird in diesem Artikel auch die Rolle der Autoimmunität beleuchtet.

Eine schwerwiegende Schilddrüsendysfunktion kann zu Menstruationsbeschwerden und eingeschränkter Fertilität führen. Im Speziellen sind Schilddrüsendysfunktionen bei Frauen zwischen dem 20. und 45. Lebensjahr häufig und außerdem lässt sich beobachten, dass auch Fertilitätsprobleme weltweit im Steigen begriffen sind. Folglich kann von einer Prävalenz von Schilddrüsenfunktionsstörungen in dieser Altersgruppe von 5–7% in Bezug auf eine subklinische Hypothyreose und 2–4,5% in Bezug auf eine manifeste Hypothyreose ausgegangen werden.1 Fertilitätsprobleme lassen sich bei 8–12% der Paare im reproduktiven Alter beobachten.2 Als mögliche kausale Ursachen von Reproduktionsstörungen bei Schilddrüsenfehlfunktionen werden eine direkte Beeinflussung des Menstruationszyklus und die indirekte Beeinflussung der Ausschüttung von Gonadotropin-Releasing-Hormon und anderer wichtiger Hormone in der Reproduktion, wie z.B. Prolaktin, vermutet.

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