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Schlafstörungen

Insomnie: Risikofaktor für psychiatrische Krankheiten

Neurologie | Psychiatrie
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Die Insomnie, also der subjektiv gestörte und nicht erholsame Schlaf mit Beeinträchtigung von Befindlichkeit und Leistungsfähigkeit am Tage («insomnia disorder» nach DSM-5), ist die zweit-häufigste neuropsychiatrische Erkrankung. Nicht selten nimmt die Insomnie einen chronischen Verlauf und gilt als Risikofaktor für psychiatrische und kardiovaskuläre Erkrankungen.

Die 12-Monats-Prävalenz der Insomnie beträgt 7% und ist damit ähnlich häufig wie die der affektiven Störungen (Angststörungen: 14%, Depressionen: 6,9%). Aus psychiatrischer Sicht wird die Insomnie oft nicht separat diagnostiziert, da sie als unspezifisches Begleitsymptom bei fast allen psychiatrischen Krankheitsbildern vorkommt. Betrachtet man aber den Verlauf, so geht die Insomnie der Manifestation von psychiatrischen Krankheiten wie Depressionen oder Angststörungen oft Monate bis Jahre voraus. Die Insomnie gilt einerseits als stressassoziierte Störung, andererseits ist sie auch ein Vulnerabilitätsfaktor und schliesslich ein Schlüsselsymptom affektiver und anderer psychiatrischer Krankheiten. Aus dieser Perspektive ist es naheliegend, dass die Psychiatrie einen festen Platz in der interdisziplinären Schlafmedizin eingenommen hat.

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