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Indikationen, Limitationen und Perspektiven

Lebertransplantation im Zeitalter der Transplantationsonkologie

Die Lebertransplantation, einst primär als Therapieoption für terminale Leberinsuffizienz konzipiert, nimmt heute eine zentrale Rolle als hochdifferenziertes onkologisches Instrument in der Behandlung ausgewählter Malignome ein. Moderne chirurgische Techniken, verbesserte perioperative Betreuung und ein vertieftes biologisches Verständnis maligner Erkrankungen erlauben heute Indikationsstellungen, die noch vor wenigen Jahren undenkbar gewesen wären.

Seit Etablierung der europäischen Registerdaten hat sich das Indikationsspektrum der Lebertransplantation kontinuierlich erweitert. Die Analyse des European Liver Transplant Registry (ELTR) zeigt eindrucksvoll, dass Überleben und Transplantatfunktion trotz wachsender Komplexität der Empfängerpopulation stetig verbessert werden konnten. Die ursprüngliche Zurückhaltung gegenüber malignen Erkrankungen war primär hohen Rezidivraten geschuldet. Diese Sichtweise greift heute zu kurz: Transplantation ist nicht mehr ausschließlich Ersatztherapie, sondern Teil eines onkologischen Gesamtkonzepts.1,2

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