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Kritisch betrachtet

Androgenetische Alopezie

Eine Metaanalyse zeigt, welche Präparate für Männer am besten wirken. Ob sich Geld, Mühe und das Risiko für Nebenwirkungen wirklich lohnen, muss jeder Patient selbst für sich entscheiden.

Die männliche androgenetische Alopezie – mit 50 Jahren ist mehr als jeder zweite Mann betroffen, mit 70 Jahren sind es 80% – kann die Lebensqualität enorm einschränken. Haarausfall verringert das Selbstbewusstsein, die Männer fühlen sich nicht mehr so attraktiv, leiden psychisch, und manche werden gar depressiv.1 Doch obwohl das Problem so häufig ist, gibt es seit Jahren nur 3 Medikamente, die den Haarausfall bei Männern bremsen: Minoxidil, Finasterid und Dutasterid. Dass die Präparate wirken, haben Studien gezeigt. Bisher gab es aber keinen Kopf-zu-Kopf-Vergleich der Medikamente und ihrer verschiedenen Applikationsarten untereinander. Diese Wissenslücke haben jetzt Forscher von der Universität in Toronto gefüllt.2 Das Fazit: Dutasterid bremst den Haarausfall am besten. Doch obwohl es immer wieder als Behandlungsoption im Internet erwähnt wird, ist es für diese Indikation nicht zugelassen, sondern nur gegen eine benigne Prostatahyperplasie. «Das macht aber nichts, denn der Wirksamkeitsunterschied zu Minoxidil und Finasterid ist marginal», sagt Dr. Pierre de Viragh, Leiter der Haarsprechstunde im Inselspital in Bern und niedergelassener Dermatologe in Zürich.

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