Zugang zu neuen Therapien für Patienten erschwert
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Laut Interpharma sind bereits jetzt die Folgen der US-Medikamentenpreispolitik spürbar: Jede dritte neue Arznei wird nicht zur Vergütung eingereicht, was den Patienten den Zugang zu neuen Therapien erschwert.
Bern. Allein die Ankündigung der USA, zur Senkung der Medikamentenpreise auch die Schweiz als Vergleichsland heranzuziehen, führte laut Interpharma, dem Verband der forschenden Pharmaunternehmen, dazu, dass die Unternehmen weniger neue Arzneimittel zur Vergütung einreichen. Das ergab eine anonymisierte und aggregierte Umfrage unter den Mitgliedern von Interpharma, die wegen des «Most-Favored-Nation-Regimes» (MFN) der USA etwa ein Drittel neuer, innovativer Arzneimittel nicht mehr einreichen. Ganz genau wurden zwischen Januar 2025 und Juni 2026 sieben von 22 neuen Medikamenten nicht eingereicht. Bei drei weiteren verzichteten die Interpharma-Mitglieder sogar darauf, sie zur Zulassung beim schweizerischen Heilmittelinstitut Swissmedic einzureichen. Für die Patienten bedeutet das, dass sie in der Schweiz über die obligatorische Krankenversicherung zu einem Drittel aller neu entwickelten Arzneimittel keinen Zugang mehr haben.
Damit verstärkt die MFN-Politik der USA den ohnehin bereits negativen Trend beim Zugang zu innovativen Arzneimitteln. Daten aus den Jahren von 2021 bis 2024 zeigen, dass schon damals für Patienten in der Schweiz über die Spezialitätenliste des Bundesamts für Gesundheit (BAG) im Vergleich zu Deutschland nur rund die Hälfte der neuen Therapien verfügbar waren. Um den Zugang zu innovativen Therapien für Patienten wieder zu verbessern, benötigt die Schweiz Interpharma zufolge ein «MFN-kompatibles Preisfestsetzungssystem, das die Aspekte Versorgung, Qualität und Kosten von Innovationen berücksichtigt».
Quelle: Verband der forschenden Pharmaunternehmen in der Schweiz (Interpharma)
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