Umfrage zeigt: Krebsprävention ist ein Muss
Eine neue Umfrage für das MSD-Krebsbarometer zeigt deutlich, dass die Krebsprävention als Muss empfunden wird. Dennoch wird die Früherkennung zu wenig genutzt.
Bern. 1264 über 18-Jährigen wurden im vergangenen Februar telefonisch oder online Fragen rund um Krebs gestellt. Die Umfrage für das Krebsbarometer von Merck Sharp & Dohme AG (MSD) fand bereits zum fünften Mal statt, und neuerlich zeigte sich vor allem eines deutlich: Die Krebsprävention wird als «wichtig» und als Muss empfunden. Zwei Drittel der Befragten wünschten sich daher auch höhere Investitionen in die Prävention. Zuletzt wurden in der Schweiz 0,48 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Präventionsmassnahmen investiert, was im Vergleich zu Österreich (0,83 Prozent des BIP) oder zu Deutschland (0,99 Prozent des BIP) wenig ist.
Obwohl die Prävention in Form der Teilnahme an Früherkennungsmassnahmen als Muss empfunden wird und durchwegs alle der Massnahmen als wichtig betrachtet werden, werden diese aber weiter wenig genutzt. So wurde der Gebärmutterhalsabstrich von 78 Prozent der Frauen «mindestens einmal» gemacht, die Mammografie von 58 Prozent. Den PSA-Test liessen 41 Prozent der Männer mindestens einmal machen. Weniger als die Hälfte der Befragten (47 Prozent) haben schon einmal eine Hautkontrolle zur Hautkrebsvorsorge durchführen lassen. Noch weniger (45 Prozent) ein Darmscreening, und lediglich acht Prozent nahmen an einer Lungenkrebs-Früherkerkennung teil.
Obwohl sie die Früherkennungsmassnahmen gar nicht regelmässig nützen, wollen fast alle Befragten dem MSD-Krebsbarometer zufolge die Früherkennungsmassnahmen finanziert haben, und das unabhängig vom Einkommen. (sst)
Quelle: MSD Krebsversorgungsmonitor 2026/Forschungsinstitut gfs.bern
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