Höhere Tabakpreise und Werbeverbot für Tabakwaren gefordert
Einem Vergleich mit anderen Ländern Europas zufolge ist die Schweiz eines der Schlusslichter bei der Tabakprävention. Nun werden höhere Tabakpreise und ein Werbeverbot für Tabakwaren gefordert.
Bern. Höhere Tabakpreise und ein Verbot von Werbung für Tabakwaren haben laut dem europäischen Bericht «Tobacco Control Scale 2025» in etlichen europäischen Ländern zu einer Senkung des Konsums geführt, insbesondere unter Jugendlichen: Die Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention (AT) Schweiz, deren Präsidentin Nationalratsabgeordnete Laurence Fehlmann Rielle ist und in deren Vorstand Vertreter der Lungenliga, der Krebsliga und der Herzstiftung sitzen, fordert nun beides, also höhere Preise und ein Werbeverbot, auch für die Schweiz.
Der Grund: Dem Bericht zufolge, der die Tabakprävention in 37 Ländern Europas vergleicht, ist die Schweiz eines der Schlusslichter bei der Prävention. Nur Bosnien und Herzegowina liegen hinter der Schweiz. Die bestplatzierten Länder sind Irland, das Vereinigte Königreich und die Niederlande, die zu den Ländern gehören, die ihre Steuer- und Preispolitik für Tabakwaren zuletzt am stärksten verschärft haben. Diese Verschärfungen würden viele Länder vornehmen, nur die Schweiz bleibe diesbezüglich weitgehend inaktiv, heisst es seitens der AT. Während mehrere europäische Länder ausserdem noch Werbung für Tabakwaren verboten hätten, ermögliche die Schweizer Gesetzgebung weiterhin Kampagnen.
Zudem ist die Schweiz das einzige bewertete Land, das das WHO-Rahmenübereinkommen zur Eindämmung des Tabakgebrauchs (FCTC) nicht ratifiziert hat. Auch dessen sofortige Ratifizierung fordert die AT Schweiz. (sst)
Quelle: Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention Schweiz (AT Schweiz)
Das könnte Sie auch interessieren:
Ethikkommission nimmt Stellung zu Fragen der Überwachung
In der Pflege werden immer häufiger digitale Überwachungssysteme verwendet, was ethische und rechtliche Fragen aufwirft. Die Ethikkommission nimmt nun dazu Stellung.
US-Ärzte halten Trump für unzurechnungsfähig
Renommierte US-Ärzte erklärten nun, sie würden US-Präsident Trump für unzurechnungsfähig halten. Für die schweizerische Pharmaindustrie stellt er schon länger eine Belastung dar.
Mit Pflegeexperten gegen den Hausärztemangel
Mit der Übertragung medizinischer Leistungen auf Pflegeexperten (APN) könnte dem Hausärztemangel etwas entgegengesetzt werden. Ihre Aufnahme in die OKP ist bereits auf dem Weg.