Robert-Bing-Preis: Preisträger ausgewählt
Mit dem Robert-Bing-Preis werden Forschende im Bereich der Neurologie ausgezeichnet. Dieses Jahr wurden Eduardo Martin Moraud und Aiman S. Saab als Preisträger ausgewählt.
Bern. Der Robert-Bing-Preis geht auf ein Vermächtnis des Basler Neurologen Robert Bing (1878–1956) zurück. Er wollte, dass Forschende ausgezeichnet werden, die herausragende Arbeit zur Verbesserung der Erkennung, Behandlung oder Heilung neurologischer Erkrankungen geleistet haben. Verliehen wird der Preis alle zwei Jahre von der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) und das nächste Mal im November dieses Jahres. Als Preisträger wählte die SAMW Eduardo Martin Moraud und Aiman S. Saab aus. Sie erhalten jeweils 30 000 Franken für ihr Werk.
Moraud, Assistenzprofessor und Inhaber des Medtronic-Stiftungslehrstuhls für Adaptive Neuromodulation am Neuro X Institute der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL), wird für seine translationale Forschung zu Bewegungsstörungen bei Morbus Parkinson ausgezeichnet. Er arbeitet an einem vielversprechenden neuen Ansatz der adaptiven tiefen Hirnstimulation. In einer Studie führte dieser Ansatz zu einer deutlich verbesserten Mobilität der Patienten.
Saab, ausserordentlicher Professor ad personam für Neurogliale Pharmakologie an der Universität Zürich, erhält den Preis für seine Grundlagenforschung in molekularen Neurowissenschaften. Ziel seiner international anerkannten Arbeit ist ein besseres Verständnis der Mechanismen, die zur Erhaltung der Hirnfunktionen beitragen und eine vielversprechende Grundlage für die bessere Behandlung von neurologischen Erkrankungen bilden, wie altersbedingte neurodegenerative Erkrankungen oder Multiple Sklerose. (sst)
Quelle: Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW)
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