© volodyar - stock.adobe.com

Pharmaindustrie sieht sich in Bedrängnis

Der Verband der Pharmafirmen Interpharma macht auf die Folgen der Massnahmen des US-Präsidenten aufmerksam und darauf, dass sich die Industrie dadurch in Bedrängnis sieht.

Basel. 23 Pharmaunternehmen vertritt der Schweizer Verband der forschenden pharmazeutischen Firmen Interpharma mit Sitz in Basel. Dort sieht man sich nun in Bedrängnis. Dies vor allem aufgrund von teils noch geplanten Massnahmen des US-Präsidenten Donald Trump. Dieser will gegen Handelspartner vorgehen, die zu verantworten haben, dass die USA mehr als andere Länder in die Pharmaforschung investieren.

«Grundsätzlich ist festzuhalten, dass die US-Regierung nicht unrecht hat, wenn sie die ungleiche Verteilung der globalen Forschungskosten bemängelt», sagt dazu Interpharma-Geschäftsführer René Buholzer und ergänzt: «Die USA gibt 1,87 Prozent ihres BIP für innovative Medikamente aus, die Schweiz hingegen nur 0,43 Prozent.» Zu der Frage, wie die USA also möglicherweise gegen Schweizer Handelspartner vorgehen, meint man bei Interpharma, eine sogenannte Section-301-Untersuchung könne nicht ausgeschlossen werden. Bei dieser Untersuchung wird geprüft, ob zum Beispiel Verletzungen eines Handelsabkommens mit den USA wahrgenommen werden. Wenn ja, können die USA laut Interpharma bestimmte Massnahmen ergreifen und etwa Strafzölle verhängen. (sst)

Quelle: Verband der forschenden pharmazeutischen Firmen Interpharma

Back to top