Neuer Weg zur Behandlung von Rückenmarksverletzungen
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Schweizer Forscher haben Mikroroboter eingesetzt, um damit Rückenmarksverletzungen zu behandeln. In Tierversuchen waren sie damit bereits erfolgreich.
Zürich. Zebrafische und Mäuse verwendeten Forschende der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich und der Universität Zürich (UZH), um einen neuen Weg zur Behandlung von Rückenmarksverletzungen zu testen. Das vielversprechende Ergebnis des Versuchs: Durch die Therapie verbesserte sich die Bewegungsfähigkeit der Fische und der Mäuse deutlich. Die Fische zeigten schon nach nur drei Tagen ein fast normales Schwimm- und Erkundungsverhalten.
Gelungen war das, indem die Forscher mit steuerbaren Mikrorobotern Stammzellen gezielt zu den verletzten Stellen im Rückenmark brachten, dort positionierten und mit Magnetfeldern aus mittransportierten magnetoelektrischen Nanopartikeln die Zellentwicklung stimulierten. Dadurch wuchsen neue Nervenzellen heran. Der neue Weg der Behandlung wurde auch an Mäusen mit vollständig durchtrenntem Rückenmark getestet. Nach 28 Tagen waren die Nervenzellen an der verletzten Stelle wieder verbunden, das Gangbild, die Schrittlänge, die Koordination und das Erkundungsverhalten der Mäuse waren wieder normal.
Bis die Methode bei Menschen angewendet werden kann, wird den Forschern zufolge noch einige Zeit vergehen. Neben vielen klinischen Aspekten müsse erst getestet werden, welche Magnetfelder beim Menschen am besten funktionieren und wie lang die Stimulation dauern muss. (red)
Quelle: Eidgenössische Technische Hochschule (ETH) Zürich
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