Uni will Fettverbrennung besser messbar machen
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Mit einem Atemtestgerät und einer Smartphone-App, beides neu entwickelt an der ETH Zürich, kann die Fettverbrennung ähnlich präzise gemessen werden wie etwa mit Bluttests.
Zürich. Unter dem Namen «Nutrion» wurde das neue Gerät zur Messung der Fettverbrennung beziehungsweise des Fettstoffwechsel-Biomarkers Aceton in der Atemluft bereits auf den Markt gebracht. Noch wird es aber nur in medizinischen Einrichtungen und bei Studien eingesetzt. In Zukunft könnte das Atemtestgerät, das mit der Hilfe einer Smartphone-App bedient wird, vieles möglich machen. Wie etwa die individuelle Abstimmung und Überwachung von Diäten, die bei Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes nötig sind, oder die Personalisierung und Kontrolle von ketogenen Therapien, die etwa zur Behandlung von Epilepsie eingesetzt werden. Weitere Anwendungsfelder werden in der Optimierung und Überwachung von sogenannten GLP-1-Therapien mit der Abnehmspritze und auch im Breitensport gesehen.
Bis es so weit ist, muss das Gerät aber erst in weiteren Studien erprobt werden. Entwickelt wurde es von Forschenden an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich gemeinsam mit dem ETH-Spin-off Alivion AG. In einer Kooperation mit dem Universitätsspital Zürich wurde seine Zuverlässigkeit geprüft: Man verglich 312 Messungen des Aceton-Gehalts in der Atemluft mit Nutrion bei zwölf erwachsenen Personen mit entsprechenden Messungen durch Bluttests und mit einem Massenspektrometer. Die Messungen erfolgten jeweils unter unterschiedlichen Stoffwechselszenarien: während leichter und intensiver körperlicher Betätigung und während verschiedener Diäten. Es zeigte sich, dass die Ergebnisse, die mit dem Handgerät erzielt wurden, deckungsgleich mit jenen aus dem Labor waren.
Zwar gibt es bereits Geräte, die Aceton in der Atemluft messen, doch reagieren diese auch auf andere Komponenten in der Atemluft. Die Messungen damit können daher nur ausgeprägte Stoffwechselveränderungen nachweisen und sind eher unzuverlässig. Nutrion bekam im Gegensatz zu diesen Geräten einen speziellen Filter eingebaut, wodurch es unter Hunderten anderen Molekülen nur die Aceton-Moleküle misst. (sst)
Quelle: Eidgenössische Technische Hochschule (ETH) Zürich
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