Krankenversicherer pochen auf Kostendämpfung bei Medikamenten
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Der Krankenversicherer-Verband begrüsst die geplante Überarbeitung der Regeln zur Kostendämpfung bei Medikamenten. Gleichzeitig müssen die Interessen der Versicherten gewahrt bleiben.
Bern. Der Branchenverband der Schweizer Krankenversicherer prio.swiss begrüsst die Empfehlung der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrates (SGK-N), die Verordnungsbestimmungen zur Umsetzung des Kostendämpfungspakets 2 im Medikamentenbereich zu überarbeiten. Dabei müssten alle betroffenen Kreise einbezogen werden – insbesondere auch die Interessen der Prämienzahlerinnen und Prämienzahler.
Die SGK-N empfiehlt dem Bundesrat, mit einem Grossteil der geplanten Verordnungsänderungen vorerst abzuwarten und diese erst nach Vorliegen der Ergebnisse der AG «Lifesciences-Standort» zu überarbeiten. Der Einbezug dieser Arbeiten war bereits bei der Eröffnung der Vernehmlassung vorgesehen. Der Bundesrat hatte damals festgehalten, dass entsprechende Empfehlungen während oder nach der Vernehmlassung berücksichtigt werden können.
Für prio.swiss sei entscheidend, dass die vom Parlament beschlossenen Gesetzesmassnahmen in einer ausgewogenen Verordnung umgesetzt werden. Diese müsse sowohl den Zugang zu innovativen Medikamenten als auch die Finanzierbarkeit des Gesundheitswesens unter den veränderten internationalen Rahmenbedingungen berücksichtigen. Für die Prämienzahlerinnen und Prämienzahler sei wichtig, dass die Kostenfolgemodelle mit einem jährlichen Einsparungspotenzial von rund 350 Millionen Franken umgesetzt werden. «Innovation und der Zugang zu neuen Therapien sind zentral – gleichzeitig müssen Medikamente auch langfristig finanzierbar bleiben», sagt Saskia Schenker, Direktorin von prio.swiss. Die notwendige Überarbeitung der Verordnungsbestimmungen dürfe daher nicht als Absage an die Kostendämpfung verstanden werden. (red)
Quelle: prio.swiss
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