Insel Gruppe schreibt wieder schwarze Zahlen
Die Berner Spitalgruppe präsentierte die Halbjahresbilanz 2025. Ein Sanierungsplan und mehr Behandlungen zeigen Wirkung. Änderungen gibt es auch in der Verwaltung.
Bern. Die Insel Gruppe hat im ersten Halbjahr 2025 einen Konzerngewinn von 26,3 Millionen Franken erzielt – nach einem Verlust von 68,7 Millionen im Vorjahr. Bereits im zweiten Halbjahr 2024 war mit einem Gewinn von 20,4 Millionen Franken eine positive Tendenz erkennbar. Grund für die schwarzen Zahlen sind laut Insel Gruppe die Mitte 2024 gestarteten Sanierungsmassnahmen: Vor allem höhere Betriebserträge und niedrigere Personalkosten führten zur deutlichen Verbesserung. Mit der Strategie 2035 stellt sich die Gruppe nun auch strategisch neu auf.
Im Spitalbetrieb selbst verbesserte sich das Halbjahresergebnis im Vorjahresvergleich um 97,7 Millionen auf 26,7 Millionen Franken Gewinn. Im gleichen Zeitraum wurden 28 183 akutstationäre Patient:innen behandelt – ein Plus von 5,3 Prozent. Auch die Fallschwere nahm zu: Der Case Mix Index stieg von 1,43 auf 1,47. Bei den ambulanten Konsultationen wurde ein Zuwachs um 7,3 Prozent auf 448 612 verzeichnet. Im Vorjahr hatte die Einführung des neuen Klinikinformationssystems EPIC das Ergebnis belastet.
Die Weichen für die Zukunft wurden auch personell gestellt: Ab November 2025 übernimmt Adrian Schmitter das Verwaltungsratspräsidium von Bernhard Pulver. Anfang 2026 folgt Jennifer Diedler als Direktionspräsidentin auf Christian Leumann. Dieser betont: «Die positiven Zahlen bestätigen, dass unsere konsequenten Massnahmen greifen. Wir haben Vertrauen zurückgewonnen und mit der Strategie 2035 eine solide Basis geschaffen.» (red)
Quelle: Insel Gruppe
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