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Obsan zieht Bilanz

Das Schweizerische Gesundheitsobservatorium (Obsan) hat seinen Leistungsauftrag 2021–2025 abgeschlossen. Neue Publikationen, Prognosen zur Langzeitpflege und erweiterte Monitorings liefern eine aktualisierte Datenbasis.

Neuchâtel. Im Jahresbericht 2025 präsentierte das Obsan seine jüngsten Projekte. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 13 Publikationen veröffentlicht und 66 Mandate bearbeitet. Für die Leistungsperiode 2026–2030 haben 22 Kantone einen neuen Standardvertrag mit dem Gesundheitsobservatorium unterzeichnet – drei mehr als bisher.

Ein Schwerpunkt lag auf der psychischen Gesundheit: Der Nationale Gesundheitsbericht (NGB) 2025 analysiert Entwicklung, Prävention und Versorgung. Ergänzend wurde eine Website mit zentralen Ergebnissen erstellt. Zudem veröffentlichte das Obsan im Auftrag des Bundesamts für Gesundheit (BAG) den zweiten Monitoringbericht zur psychologischen Psychotherapie.

Das Thema gesundheitliche Ungleichheiten wurden in dem Bericht «Gesundheit – für alle?» im Auftrag des BAG behandelt. Anhand von 30 Gesundheitsindikatoren zeigt er Unterschiede etwa hinsichtlich Geschlecht, Bildung und Einkommen auf.

Auch auf kantonaler Ebene war das Obsan aktiv: Gesundheitsberichte für Freiburg, Genf, Graubünden und St. Gallen liefern aktuelle kantonale Daten zu Themen wie Gesundheitszustand, Verhalten und Inanspruchnahme von Leistungen.

Zudem wurden für den Bereich Gesundheitspersonal neue Monitoringinstrumente aufgebaut und bestehende erweitert. So ging das Nationale Monitoring Ärztinnen und Ärzte online, während das Monitoring Pflegepersonal aktualisiert und ergänzt wurde. Parallel erschienen Analysen zum Stellenmarkt sowie Prognosen zum Nachwuchsbedarf in der Pflege.

Die Kantone unterstützte das Obsan bei der Spitalsplanung, etwa mit einem Monitoringbericht zum Prinzip «Ambulant vor stationär». Ausserdem erschienen aktualisierte Bedarfsszenarien für die Alters- und Langzeitpflege bis 2040. Im Bereich der Finanzierung entwickelte das Obsan ein Excel-Tool, mit dem Kantone die finanziellen Auswirkungen der einheitlichen Finanzierung ambulanter und stationärer Leistungen (EFAS) für 2028–2032 besser abschätzen können. (tab)

Quelle: Obsan

Service: Publikation

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