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Gesundheitskosten stiegen 2024 weiter an

Die Gesundheitsausgaben in der Schweiz erhöhten sich 2024 um 4,1% – bei weniger Prävention, höheren Medikamentenkosten und grossen kantonalen Unterschieden. Für 2025 wird ein weiterer Anstieg von über 3 % erwartet.

Laut Bundesamt für Statistik (BFS) beliefen sich die Kosten des Schweizer Gesundheitswesens im Jahr 2024 auf 97 Milliarden Franken – ein Plus von gut 4% gegenüber dem Vorjahr. Zwei Drittel entfielen auf Pflege- und Hilfeleistungen, die vor allem von Spitälern, Arztpraxen und sozialmedizinischen Einrichtungen erbracht werden. Dieser Bereich wuchs um 4,4 Prozent, insbesondere getrieben durch die stationäre Kurativpflege (+6,6%) und die Langzeitpflege (+5,9%). Deutlich moderater fiel das Wachstum in der ambulanten Kurativpflege (+1,6%) und der Rehabilitation (+1,9%) aus.

Während die Ausgaben für Prävention um 15,8% zurückgingen und damit das Vor-Corona-Niveau erreichten, stiegen die Kosten für Medikamente, therapeutische Apparate und Verbrauchsmaterial um 6,3%. Auch die Verwaltungskosten nahmen insgesamt um 2,0% zu.

Die Spitäler waren mit 36,2% der Gesamtkosten die wichtigsten Leistungserbringer. Ihre Kosten erhöhten sich um 3,3% und damit etwas weniger stark als jene der Arztpraxen (+3,6%) und sozialmedizinischen Institutionen (+4,4%). Auch im Detailhandel, insbesondere in Apotheken, stiegen die Kosten markant (+8,7%).
Die Pro-Kopf-Ausgaben lagen 2024 schweizweit bei 10.792 Franken, wobei sich deutliche regionale Unterschiede zeigen: Im Kanton Basel-Stadt waren sie mit 13.709 Franken am höchsten, im Kanton Uri mit 8.671 Franken pro Kopf am niedrigsten. Auch bei den erbrachten Leistungen zeigen sich grosse kantonale Unterschiede.

Den grössten Teil der Finanzierung tragen die Privathaushalte. 2024 bezahlten sie 21,3% der Gesundheitskosten aus der eigenen Tasche und 40,7% in Form von indirekten Beiträgen wie Krankenversicherungsprämien. Der Restbetrag (31,3%) wurde weitgehend von der öffentlichen Hand übernommen. Während die Gesundheitsausgaben der Haushalte (+ 5,8%) und des Staates (+5,7%) stiegen, gingen die Sozialversicherungsbeiträge der Unternehmen um 3,1% zurück. (tab)

Quelle: BFS

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